Deutschland profitiere von seiner militärischen Unterstützung für die Ukraine, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Dienstag.
Bei einer Diskussionsrunde, an der Regierungsvertreter beider Seiten sowie Vertreter der deutschen Industrie teilnahmen, sagte Pistorius, Deutschland lerne von der Ukraine in Bereichen wie Drohnentechnologie und Cyberverteidigung.
„Die Ukraine ist ein Land, das aus der Not heraus eine unglaubliche Fähigkeit zur Innovation und Geschwindigkeit entwickelt hat“, sagte Pistorius.
„Sie entwickeln Technologien nicht unter Laborbedingungen, sondern – im wahrsten Sinne des Wortes – auf dem Schlachtfeld.“
Deutschland will die Ukraine weiterhin militärisch unterstützen
Pistorius sagte, das deutsche Verteidigungsministerium plane, weitere Militärattachés zur deutschen Botschaft in Kiew zu entsenden, die als Ansprechpartner für eine engere Verteidigungskooperation dienen sollen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die ebenfalls an den Gesprächen teilnahm, kündigte Pläne zur Einrichtung eines eigenen Verbindungsbüros für deutsche Unternehmen an, die eine Zusammenarbeit mit der Ukraine anstreben.
Unterdessen sagte der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil nach den Gesprächen, dass der deutsche Haushalt 2027, der am Mittwoch vorgelegt werden soll, die anhaltende Unterstützung der Regierung für die Ukraine zeigen werde.
Früheren Ankündigungen zufolge soll Deutschland der Ukraine im Jahr 2027 11,6 Milliarden Euro (13,6 Milliarden US-Dollar) zur Verfügung stellen, gefolgt von 8,5 Milliarden Euro pro Jahr zwischen 2028 und 2030.
Herausgegeben von: Srinivas Mazumdaru
