- Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem aserbaidschanischen Staatschef stehen voraussichtlich Energiefragen und der Friedensprozess mit Armenien
- In Berlin soll ein Bericht über Sexualstraftaten gegen Minderjährige in Deutschland für das Jahr 2025 vorgestellt werden
- Ein Anti-Rassismus-Verein wird außerdem einen jährlichen Bericht über rechtsextreme, rassistische Gewalt vorlegen
Hier ist eine Zusammenfassung der Top-Schlagzeilen aus und über Deutschland vom Dienstag, 21. Juli 2026:
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Die katholisch geführte Hilfsorganisation Caritas international habe im Jahr 2025 rund 39,9 Millionen Euro an Privatspenden erhalten, hieß es am Dienstag.
Caritas-Chef Oliver Müller, der am Dienstag in Freiburg den Jahresbericht der Organisation vorstellte, sagte, die Summe liege in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und sprach von „beeindruckender Solidarität“.
Allerdings kritisierte Müller die jüngsten Kürzungen Deutschlands bei der humanitären Hilfe und sagte, sie seien nicht nur moralisch falsch, sondern schwächten auch die Glaubwürdigkeit des Landes in der Welt.
„Die Kürzungen nehmen Deutschland politische Einflussmöglichkeiten, machen die Welt unsicherer und schaden damit letztlich auch uns selbst“, sagte er.
Die Caritas forderte Deutschland auf, jährlich mindestens drei Milliarden Euro für humanitäre Hilfe bereitzustellen. Diese Summe sei angesichts der Wirtschaftskraft des Landes ein „angemessener und gerechter Anteil“.
Der deutsche Haushalt für 2026 hat lediglich 1 Milliarde Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt.

Um die Sicherheit zu erhöhen, plant die Deutsche Bahn (DB) die Einführung eines Alkoholverbots an allen Bahnhöfen.
Das Verbot soll bis Mitte Oktober in Kraft treten, wobei nur Restaurants und Bars auf dem Bahngelände sowie Restaurants in den Zügen selbst ausgenommen sein sollen.
Einige große Sender in Deutschland, etwa Berlin, Hamburg und Köln, haben bereits ein solches Verbot in Kraft gesetzt.
Gewalttätiger Vorfall löst Alkoholverbot aus
Anlass für das geplante Verbot war ein Vorfall am Freitag, bei dem ein Bahnwächter nach einer Auseinandersetzung mit einem betrunkenen Fahrgast bei einer Fahrkartenkontrolle aus einem fahrenden Zug stürzte und lebensgefährliche Verletzungen davontrug.
Das sagte DB-Chefin Evelyn Palla der Massenpublikation Bild Zeitung: „Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit in unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen.“
Allerdings äußerte die Polizeigewerkschaft GdP Zweifel daran, wie das Verbot angesichts des Personalmangels ordnungsgemäß durchgesetzt werden kann, und forderte zudem ein Alkoholverbot in den Zügen.
„Es macht wenig Sinn, ein Alkoholverbot an Bahnhöfen einzuführen und den Menschen dann die Möglichkeit zu geben, in Zügen Alkohol zu konsumieren“, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Alexander Poitz gegenüber dem Sender RTL/ntv.
Laut einem Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) für das Jahr 2025 ist in Deutschland in den letzten fünf Jahren ein erheblicher Anstieg der gemeldeten Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch zu verzeichnen.
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 17.126 Fälle, rund 4,7 % mehr als ein Jahr zuvor, heißt es in dem Bericht mit dem Titel „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“.
Der Bericht zeigte, dass in mehr als der Hälfte der Fälle die Opfer und die mutmaßlichen Täter miteinander verwandt waren, während es sich bei der überwiegenden Mehrheit der mutmaßlichen Täter um allein handelnde Männer handelte.
Im deutschen Strafrecht gilt als Kind, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat.
Die Zahl der Fälle sexuellen Missbrauchs gegen Jugendliche ab 14 Jahren stieg von 1.191 im Jahr 2024 auf 1.239 im Jahr 2025.
Der Bericht, den Innenminister Alexander Dobrindt, BKA-Präsident Holger Münch und die Beauftragte der Bundesregierung gegen sexuellen Kindesmissbrauch, Kerstin Claus, vorgelegt hatten, warnte davor, dass eine große Zahl von Straftaten nicht zur Anzeige komme.
Dobrindt bezeichnete die Zahlen des Berichts als äußerst alarmierend.
„Wir müssen unsere Kinder insbesondere im digitalen Bereich besser schützen“, sagte er.

Bundeskanzler Friedrich Merz wird am Dienstag in Berlin mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev Gespräche führen, bei denen es voraussichtlich um Themen wie Energie und Rohstoffhandel gehen wird.
Bei den Gesprächen werde es auch um den Friedensprozess zwischen Aserbaidschan und Armenien angesichts der anhaltenden Spannungen um die Region Berg-Karabach und andere territoriale Fragen gehen, teilte die deutsche Regierung mit.
Aserbaidschan erzielt den Großteil seiner Staatseinnahmen aus dem Verkauf von Erdöl und Erdgas, unter anderem an die Europäische Union.
Im Vorfeld der Gespräche wird Aliyev am frühen Morgen zunächst von Präsident Frank-Walter Steinmeier empfangen, bevor er von Merz mit allen militärischen Ehren begrüßt wird.
Ein Herzhaftes Guten Tag aus der DW-Nachrichtenredaktion in Bonn an alle unsere Leser!
Der Dienstag wird in Deutschland zum Tag der Berichterstattung.
Innenminister Alexander Dobrindt wird gemeinsam mit Holger Münch, dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes (BKA), einen Lagebericht 2025 zu Sexualstraftaten gegen Minderjährige vorlegen.
Auch ein Verein für Opfer rassistischer Gewalt stellt seinen Jahresbericht für das Jahr 2025 vor, der voraussichtlich eine besorgniserregend hohe Zahl solcher Straftaten ausweisen wird.
Und auch die Caritas präsentiert ihre Spendenergebnisse für das Jahr 2025 sowie einen Rückblick auf aktuelle humanitäre Krisengebiete und die Probleme schwindender Finanzmittel.
Darüber hinaus empfängt Bundeskanzler Merz den aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev, einen der dienstältesten Präsidenten Europas.
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