Griechenland: Migranten stoßen im Internierungslager mit der Polizei zusammen

von Otto Hofmann
1 Minuten Lesedauer

In einem Internierungslager in Nordgriechenland kam es zu Zusammenstößen zwischen Migranten und der Polizei. 35 Migranten konnten aus dem Gelände fliehen, nachdem sie einen Umzäunungszaun durchbrochen hatten, bevor die Polizei etwa die Hälfte von ihnen erneut festnahm, teilten die Behörden am Sonntag mit.

Griechenland ist ein wichtiger Einreisepunkt für Migranten nach Europa, und der konservative Premierminister des Landes hat strenge Regeln für die Abschiebung derjenigen eingeführt, denen im Land Asyl verweigert wurde.

Griechenland befindet sich beispielsweise zusammen mit anderen Ländern der Europäischen Union in Gesprächen mit afrikanischen Ländern über die Einrichtung von Zentren für abgelehnte Asylbewerber, ein Schritt, der bei internationalen Menschenrechtsgruppen auf Kritik stößt.

Bei Zusammenstößen setzt die Polizei Blendgranaten ein

Die Polizei sagte, sie habe Verstärkung für das Internierungslager in Sintiki, wenige Kilometer von der bulgarischen Grenze entfernt, gerufen, nachdem Migranten Steine ​​auf die Polizei geworfen hatten.

Bei den Zusammenstößen, die ihrer Aussage nach bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags andauerten, setzten die Behörden Blendgranaten gegen Menschen ein.

Mindestens fünf Migranten wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm 17 der Geflüchteten zurück und die Suche nach 18 weiteren Personen wurde fortgesetzt.

In der vorläufigen Unterbringungseinrichtung sind etwa 450 Menschen untergebracht, während ihre Anträge bearbeitet werden, ein langwieriger Prozess, der lange dauern kann.

Herausgegeben von: Sean Sinico

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