Deutschland ruft russischen Botschafter wegen „hybrider“ Angriffe ein

von Otto Hofmann
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Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte am Freitag, der russische Botschafter sei wegen Vorwürfen wiederholter hybrider Angriffe auf Deutschland nach Berlin einbestellt worden.

Der Schritt erfolgte im Anschluss an das, was Beamte als zunehmende Beweise für koordinierte russische Aktivitäten bezeichneten, die darauf abzielten, die innere Stabilität Deutschlands zu untergraben.

Wie zielt Russland mit Desinformation auf Deutschland ab?

Der Sprecher sagte, es gebe auch Hinweise auf russische Versuche, Wahlen zu beeinflussen. „Russland stellt damit eine ganz konkrete Bedrohung für unsere Sicherheit dar“, erklärte das Auswärtige Amt.

In einem Fall, so der Sprecher, sei ein Cyberangriff auf die deutsche Flugsicherung im August 2024 eindeutig der russischen Hackergruppe „Fancy Bear“ zuzuschreiben.

„Unsere geheimdienstlichen Erkenntnisse zeigen, dass der russische Militärgeheimdienst GRU die Verantwortung für diesen Angriff trägt“, fügte der Sprecher hinzu und fügte hinzu, dies sei nun sicher.

In einem anderen Fall behauptete Berlin, es sei nun sicher, dass Russland über die Propagandistengruppe „Storm 1516“, die Online-Desinformation erstellt und verbreitet, versucht habe, die Interessen der russischen Regierung zu fördern.

Die seit 2024 aktive Gruppe versucht vor allem, Einfluss auf Wahlen in westlichen Ländern zu nehmen.

Im Falle Deutschlands gehe es darum, „sowohl die jüngste Bundestagswahl als auch dauerhaft die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland zu beeinflussen und zu destabilisieren“, sagte der Sprecher.

In Deutschland hatte sich die Kampagne teilweise auf den damaligen Kanzlerkandidaten der Grünen, Robert Habeck, und den konservativen christdemokratischen Kandidaten Friedrich Merz konzentriert.

Zwei Tage vor der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar teilte die Regierung mit, Sicherheitsbehörden hätten gefälschte Videos identifiziert, in denen Wahlmanipulationen als Teil einer russischen Desinformationsmaßnahme behauptet wurden.

Wie will Deutschland gegen hybride Angriffe vorgehen?

Der Sprecher sagte, das Vorgehen Russlands stelle eine „sehr konkrete Bedrohung unserer Sicherheit“ dar, nicht nur durch seinen Krieg gegen die Ukraine, sondern auch durch Aktivitäten innerhalb Deutschlands.

Er fügte hinzu, dass Berlin in Abstimmung mit europäischen Partnern eine Reihe von Gegenmaßnahmen ergreifen werde, um Russland Kosten für die von ihm als hybrid bezeichneten Operationen aufzuerlegen.

Beamte sagten, Deutschland verurteile die Aktionen aufs Schärfste und habe begonnen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Regierung fügte hinzu, dass sie neue Sanktionen gegen Personen befürworte, von denen angenommen wird, dass sie für die Aktivitäten verantwortlich sind.

Weitere folgen…

Herausgegeben von: Karl Sexton

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