- Bundeskanzler Friedrich Merz wies auf einer Pressekonferenz im Sommer auf die jüngsten von seiner Koalition durchgesetzten Reformen hin
- Merz‘ konservativer CDU/CSU-Block regiert gemeinsam mit den Mitte-Links-Sozialdemokraten
- Die Koalitionsregierung hat kürzlich eine Krankenversicherungsreform und ein Gesetzespaket zu Steuern, Krankenurlaub und Renten durchgesetzt
- Die deutsche Rechtsextremistin Maria-Svenja Liebich wurde von Tschechien an Deutschland ausgeliefert
- Nach Drogenrazzien der Polizei in Westdeutschland und den Niederlanden kam es zu Festnahmen
Lesen Sie unten die neuesten Nachrichten zu Deutschland am Mittwoch, 15. Juli:
Bundeskanzler Friedrich Merz pries während einer Sommerpressekonferenz die von seiner Regierung erzielten Reformen und sagte, dass noch weitere folgen würden.
Merz gehört der konservativen Christlich-Demokratischen Union an, die mit der bayerischen Schwesterpartei der CDU, der Christlich-Sozialen Union, und den Mitte-Links-Sozialdemokraten eine föderale Regierungskoalition bildet.
Merz‘ Koalition hat kürzlich Reformen im Gesundheitswesen und ein Gesetzespaket zu Steuererleichterungen, Krankenurlaub und Renten durchgesetzt. „Die Koalition hat ihren Halt gefunden“, sagte die Bundeskanzlerin.
Merz sagte, die Reform der Pflegeversicherung werde noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht. Darüber hinaus wird die Regierung ihre Bemühungen zum Abbau belastender Bürokratie fortsetzen.
Die deutsche Koalitionsregierung, die im Mai 2025 ihr Amt angetreten hat, hatte oft mit Machtkämpfen zu umstrittenen Themen wie Renten zu kämpfen.
Angesichts der bevorstehenden Regionalwahlen ist die Öffentlichkeit mit Merz unzufrieden
Die Sommerpressekonferenz findet statt, während der deutsche Gesetzgeber in die Pause geht.
Merz stellte sich den Fragen, denn eine Umfrage des Senders RTL/ntv ergab, dass nur 14 % der Deutschen mit seiner Arbeit zufrieden sind.
Das Medienbriefing findet auch im Vorfeld der Landtagswahlen in den drei Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin statt. Es wird erwartet, dass die rechtsextreme AfD in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt historische Zugewinne erzielt und möglicherweise bald erstmals eine deutsche Landesregierung kontrolliert.
Merz sagte, er sei „optimistisch“, dass die AfD bei der bevorstehenden Landtagswahl keine Mehrheit erreichen werde. Merz betonte zudem, dass seine CDU weder mit der AfD noch mit der sozialistischen Linkspartei zusammenarbeiten werde.

Marla-Svenja Liebich ist fast ein Jahr nach der Flucht des berüchtigten Neonazis nach Deutschland zurückgekehrt, um einer Gefängnisstrafe wegen Volksverhetzung zu entgehen.
Liebich wurde Anfang des Jahres in Tschechien festgenommen und verlor ein Berufungsverfahren gegen die Abschiebung.
Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft in Halle, einer Stadt im östlichen Bundesland Sachsen-Anhalt, traf Lieblich am Mittwoch im Frauengefängnis der Stadt Chemnitz im Nachbarland Sachsen ein.
Liebich sei „kooperativ“ gewesen und es habe „keine nennenswerten Vorfälle gegeben“.
Dem als Sven Liebich geborenen Extremisten wird vorgeworfen, das deutsche Selbstbestimmungsrecht ausgenutzt zu haben, indem er eine legale Geschlechtsumwandlung beantragt hat, nachdem er zuvor schon seit langem transphobe Äußerungen abgegeben hatte.
Der 55-Jährige war lange Zeit in der rechtsextremen Szene in Ostdeutschland aktiv und mehrfach strafrechtlich verurteilt. Liebich ist auch dafür bekannt, einwanderungsfeindliche, homophobe und impffeindliche Äußerungen zu machen und Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Einer der größten deutschen Waffenhersteller, Rheinmetall, hat Pläne für ein Werk in Berlin angekündigt. Gegner warnen vor einer weiteren Militarisierung Deutschlands.

Die Polizei in Deutschland und den benachbarten Niederlanden hat am Mittwoch Razzien gegen mutmaßliche Drogenlabore durchgeführt.
Hunderte Polizisten durchsuchten zehn Immobilien im westdeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, drei weitere durchsuchten sie auch in den Niederlanden.
Ein deutscher Polizeisprecher sagte, drei Verdächtige seien per Haftbefehl festgenommen worden, weitere seien während der Razzien ebenfalls vor Ort in Gewahrsam genommen worden.
Auch mehrere Lagerhäuser, von denen angenommen wurde, dass sie als Produktionsstandorte dienten, wurden durchsucht.
Neun Tatverdächtigen mit deutscher oder niederländischer Staatsangehörigkeit wurde vorgeworfen, Rohstoffe für die Herstellung von Amphetaminen beschafft und Amphetaminlabore betrieben zu haben.

Ein 13-jähriges Mädchen ist am Mittwoch bei einem Autounfall auf der Autobahn A3 im süddeutschen Bundesland Bayern ums Leben gekommen.
Nach Angaben der Polizei Niederbayern wurden bei dem Unfall auch vier weitere Personen schwer verletzt. Die bayerischen Behörden haben einen Zeugenaufruf gestartet.
Es wird vermutet, dass das Auto auf dem Weg nach Österreich nahe der Grenze von der Straße abkam.
Die Polizei untersucht, ob ein anderes Fahrzeug, ein grauer Sportwagen in der Unfallumgebung, etwas mit dem Unfall zu tun hatte.
Dieses Fahrzeug sei nach dem Unfall Berichten zufolge nach Österreich gefahren und habe offenbar keinen Schaden erlitten.
Die Polizei hat einen Zeugenaufruf gestartet.
Guten Tag vom DW-Online-News-Team in Bonn an einem sonnigen Sommertag.
Sie sind dabei, während Bundeskanzler Friedrich Merz die Fragen von Reportern beantwortet, während der Bundestag in die Sommerpause geht.
Unterdessen wurde die deutsche Rechtsextremistin Maria-Svenja Liebich aus Tschechien an Deutschland ausgeliefert.
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