- Die Mitte-Links-Sozialdemokraten erleiden nach jahrzehntelanger Führungskoalition in Rheinland-Pfalz eine empfindliche Niederlage
- Der beliebte SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius meint, jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt für Parteiführungsspekulationen
- Auch in der bayerischen Landeshauptstadt München verlor die SPD ihr langjähriges Bürgermeisteramt
- Mercedes-Benz und BMW werden vor dem Bundesgerichtshof von Umweltverbänden angefochten
Hier sind die neuesten Updates aus ganz Deutschland vom Montag, 23. März:
Der Bundesgerichtshof (BGH) wird über zwei Klimaklagen gegen BMW und Mercedes-Benz zu künftigen Verkäufen von Verbrennungsmotoren entscheiden.
Die von der Umweltgruppe DUH eingereichten Klagen zielen darauf ab, den Unternehmen ab November 2030 den Verkauf neuer Autos mit Verbrennungsmotor zu verbieten.
Im Kern geht es darum, ob Unternehmen – über bestehende staatliche Regelungen hinaus – gesetzlich zu stärkerem Klimaschutz verpflichtet werden können.
Ihr Fall stützt sich auf ein bahnbrechendes Urteil des Verfassungsgerichts aus dem Jahr 2021, in dem die Regierung aufgefordert wurde, den Klimaschutz zu stärken, um künftige Freiheiten zu schützen.
Die Vorinstanzen in München und Stuttgart wiesen die Klagen ab, doch der BGH wird nun darüber entscheiden, ob Großemittenten zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat Forderungen nach einem vollständigen Führungswechsel seiner Mitte-Links-Sozialdemokraten (SPD) nach der schweren Landtagswahlniederlage zurückgewiesen und erklärt, er strebe keine zusätzlichen Rollen an.
Die SPD, die seit 35 Jahren ununterbrochen die Koalitionsregierungen in Rheinland-Pfalz anführt, wurde bei der Wahl am Sonntag von den Christdemokraten von Bundeskanzler Friedrich Merz von der Spitzenposition verdrängt.
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA während eines Besuchs in Tokio bezeichnete Pistorius das Ergebnis in Rheinland-Pfalz als „sehr schlecht“ und fügte hinzu, dass es nicht den starken Wahlkampf von Ministerpräsident Alexander Schweitzer widerspiegele.
Allerdings fügte er hinzu: „Weder die Partei noch die Koalition brauchen jetzt eine Personaldebatte. Das wäre unverantwortlich, und dafür stehe ich nicht zur Verfügung. Angesichts der globalen Lage und der Herausforderungen, vor denen wir in Deutschland stehen, haben wir andere Probleme zu bewältigen. Wir müssen uns auf unsere Regierungsarbeit konzentrieren.“
Pistorius, der regelmäßig als beliebtester SPD-Politiker und einer der beliebtesten Politiker Deutschlands gilt, betonte, dass der Fokus weiterhin auf der Regierungsarbeit und nicht auf internen Personalveränderungen liegen sollte.
Seine Äußerungen erfolgten, nachdem die SPD-Abgeordnete Doris Schröder-Köpf einen kompletten Führungswechsel gefordert und die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Pistorius für Spitzenpositionen vorgeschlagen hatte, darunter auch die Nachfolge von Vizekanzler Lars Klingbeil.
Der Sonntag war ein Doppelschlag für Deutschlands älteste politische Partei: Die Grünen besiegten bei der Oberbürgermeisterwahl der bayerischen Landeshauptstadt München den langjährigen SPD-Amtsinhaber Dieter Reiter.
Guten Tag aus der DW-Nachrichtenredaktion hier in Bonn.
Seien Sie dabei, wenn die Mitte-Links-Sozialdemokratische Partei (SPD) nach der herben Niederlage bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ihre Wunden leckt.
Die Niederlage hat bei einigen Mitgliedern der Partei, die in den vergangenen 35 Jahren zahlreichen Koalitionen im südwestlichen Bundesstaat vorsitzt, zu einer inneren Auseinandersetzung geführt
Allerdings sagte der beliebteste SPD-Politiker Boris Pistorius, es sei nicht der richtige Zeitpunkt für eine Debatte über die Parteispitze.
Diese und andere Geschichten können Sie am Montag, den 23. März, in unserem Deutschland-Newsblog verfolgen.
