Nachrichten aus Deutschland: Große Razzien gegen Hells Angels

von Otto Hofmann
3 Minuten Lesedauer
  • In NRW hat die Polizei Räumlichkeiten im Zusammenhang mit der Biker-Gruppe Hells Angels durchsucht
  • Der deutsche Außenminister wird in New York Gespräche mit UN-Chef Antonio Guterres führen
  • Einer Umfrage zufolge haben Wirtschaftsführer wenig Vertrauen in die Fähigkeit der Bundesregierung, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Schlagzeilen und Geschichten von menschlichem Interesse Deutschland am Dienstag, 28. April 2026:

Johann Wadephul, ein Mann mit Brille, der vor einem Mikrofon sitzt, mit der Aufschrift „Deutschland“ auf einer Holzlatte vor ihm
Wadephul nahm am Montag an einer Sitzung des Sicherheitsrats zum Thema maritime Sicherheit teil

Deutschland wird am Dienstag seinen Antrag auf einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat vorlegen. Außenminister Johann Wadephul wirbt in New York um Unterstützung für den Versuch.

Wadephul wird am Dienstagmorgen Ortszeit vor afrikanischen UN-Vertretern für die Bewerbung Deutschlands für 2027/2028 werben und auch Gespräche mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres führen.

Die Abstimmung über die nichtständigen Mitglieder soll am 3. Juni stattfinden.

Der Sicherheitsrat ist das einzige UN-Gremium, das befugt ist, rechtsverbindliche Resolutionen zu verabschieden, die zu Sanktionen und sogar militärischen Maßnahmen gegen Länder führen können, die sich nicht daran halten.

Es hat fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht – Großbritannien, China, Frankreich, Russland und die Vereinigten Staaten – und zehn nicht ständige Mitglieder, die von der UN-Generalversammlung für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt werden.

Deutschland war bereits sechs Mal als nichtständiges Mitglied in den Rat gewählt und hat sich seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 alle acht Jahre beworben.

Ziel sei es, im Zuge einer Reform, „die den veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen seit 1945 Rechnung trägt“, irgendwann einen dauerhaften Sitz im Gremium zu erhalten, heißt es auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Polizisten stehen im Dunkeln vor einem Gebäude
Zu den durchsuchten Objekten gehörte auch das Clubhaus der Hells Angels in Hilden

Die Polizei im westlichen Bundesland Nordrhein-Westfalen startete am Dienstag eine groß angelegte Operation gegen die Motorradbande Hells Angels, nachdem die Behörden eine Ortsgruppe verboten hatten.

Rund 1.200 Beamte, darunter Sondereinheiten der Polizei, sind in 28 Städten im Einsatz, darunter Leverkusen, Köln, Dortmund und Duisburg.

Nach Angaben des Innenministeriums des Landes Düsseldorf seien ab dem frühen Morgen mehr als 50 Objekte durchsucht worden, was eine der größten Aktionen gegen Biker-Kriminalität in der Geschichte des Landes sei.

Zu den Immobilien gehörten Wohnungen und Geschäftsräume von Mitgliedern und Mitarbeitern.

Das Verbot der Leverkusener Hells-Angel-Gruppe ist das jüngste in einer Reihe, die der Gruppe in dem Land in den vergangenen Jahren auferlegt wurde.

Den Ermittlungen gegen die Gruppe liegt der Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung zugrunde.

Aktuellen Medienberichten unter Berufung auf das Landeskriminalamt (LKA) zufolge hatten die Hells Angels in Nordrhein-Westfalen 29 Chapter mit rund 469 Mitgliedern.

Damit ist sie die größte Biker-Gruppe im Bundesstaat.

Guten Tag aus der DW-Redaktion am Bonner Rheinufer!

Wir werden uns mit einem großen Polizeieinsatz gegen die Kriminalität von Biker-Banden im Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo Bonn liegt, befassen.

Auf der Tagesordnung steht auch der Besuch des deutschen Außenministers Johann Wadephul im UN-Hauptquartier in New York, bei dem sich Deutschland um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat bewerben wird.

Mehr zu diesen und weiteren Veranstaltungen in und mit Bezug zu Deutschland können Sie ab Dienstag, 28. April, in unserem Blog lesen.

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