Frauen im Beruf - Benachteiligung

Karriereaussichten von Frauen

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 11.11.2013
Niedersachsen

Es ist unbestreitbar, dass Frauen den Arbeitsmarkt erobern, und das in allen Branchen und so gut wie allen Tätigkeiten. Aber wie stehen die Karriereaussichten von Frauen? Stimmen die Aussagen, dass Frauen trotz allem noch benachteiligt sind, wenn man ihre Gehälter, Arbeitszeiten und Positionen mit denen der Männer vergleicht?

Lohnungleichheit verringert sich, ist aber sp√ľrbar

In den letzten Jahrzehnten haben immer mehr Frauen ihren Weg in das Berufsleben gefunden. Vor allem die Generation, welche bereits seit der Schulausbildung hohe Ziele in der Hinsicht gesetzt hatte, ist jetzt in F√ľhrungspositionen besch√§ftigt und verdient fast ebenso viel wie ihre m√§nnlichen Kollegen. Die fr√ľher h√§ufig kritisierte Differenz zwischen den Geh√§ltern f√ľr M√§nner und Frauen in vergleichbaren Positionen hat sich bereits verringert. Leider liegen den Berechnungen nicht gen√ľgend Daten zugrunde, denn oft werden zwar die Geh√§lter angeglichen, die Frauen haben aber mehr zu tun als die M√§nner oder werden trotzdem nicht so hoch bewertet. Geldm√§√üig gesehen sind die Karriereaussichten der Frauen dennoch gestiegen und werden es augenscheinlich auch weiterhin tun. Aber: Es gibt immer noch einen deutlichen Unterschied zwischen M√§nnern und Frauen bei der Bezhalung.

Frauen und F√ľhrungspositionen

Obwohl Frauen ihren Weg in alle Branchen gefunden haben, haben sie immer noch Probleme damit, die begehrten F√ľhrungspositionen zu erlangen. Der Frauenanteil in den Top-Management-Positionen hat sich im Vergleich zu vor zehn Jahren verdoppelt. Dennoch machen Frauen immer noch einen deutlich geringeren Anteil aus als M√§nner: Nur rund 7 % der deutschen F√ľhrungskr√§fte sind weiblich. Zum einen liegt das wohl daran, dass Frauen sich trotz allem nicht so sehr auf die Karriere konzentrieren k√∂nnen wie M√§nner. Vor allem die Gr√ľndung einer Familie hindert die Karriereaussichten der Frauen, da sie f√ľr die Erziehung der Kinder oft einen Gang zur√ľckschalten. Zum anderen liegt es auch am Verhalten der Frauen. Sie gehen ‚Äď ohne sich dessen bewusst zu sein ‚Äď oft zu Beginn einer T√§tigkeit bereits mit niedrigeren Erwartungen an die Sache heran und k√§mpfen auch weniger rigoros um Bef√∂rderungen. Bei Bewerbungen geben Frauen z. B. oft einen niedrigeren Gehaltswunsch an als M√§nner. Dem versuchen die meisten Frauen entgegenzuwirken, indem sie immer h√∂here Qualifikationen anstreben oder auf Kinder und Familie verzichten.

Foto: Clipdealer

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