Deutschland: Fünf Personen wegen mutmaßlicher Verschwörung auf dem Weihnachtsmarkt festgenommen

von Otto Hofmann
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Deutsche Behörden haben fünf Männer festgenommen, die verdächtigt werden, einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft München am Samstag mit.

Was wissen wir bisher?

Die vereitelte Aktion zielte auf einen Weihnachtsmarkt in der Gegend von Dingolfing im süddeutschen Bundesland Bayern ab, teilten deutsche Behörden mit. Den genauen Namen des Marktes, der das Ziel des vereitelten Anschlags war, haben die Behörden noch nicht genannt.

Das teilte die Staatsanwaltschaft München mit dass gegen vier der Männer formelle Haftbefehle ausgestellt worden seien, die andere Person befinde sich in Untersuchungshaft.

Die deutschen Behörden vermuten, dass den Angriffsplänen ein islamistisches Motiv zugrunde lag und dass sie mit einem Auto durchgeführt wurden. Zu den Verdächtigen gehören ein 56-jähriger Ägypter, ein 37-jähriger Syrer und drei Marokkaner im Alter von 22, 28 und 30 Jahren.

Der bekannte Landshuter Weihnachtsmarkt im Bild am 23. November 2025
Der Landshuter Weihnachtsmarkt in Niederbayern liegt nicht weit von Dingolfing entfernt

Deutsche Zeitung Bild war die erste Quelle, die über die Verhaftungen berichtete. Der ägyptische Tatverdächtige hatte zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in einer Moschee im Raum Dingolfing-Landau aufgerufen.

Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Bild Dank der „hervorragenden Zusammenarbeit unserer Sicherheitsbehörden“ sei es gelungen, mehrere Tatverdächtige in kurzer Zeit festzunehmen und so einen möglichen islamistisch motivierten Anschlag in Bayern zu verhindern.

Sicherheitsrisiken sind während der deutschen Weihnachtsmarktsaison allgegenwärtig

Die Sicherheit auf deutschen Weihnachtsmärkten während der festlichen Wintersaison hat für die deutschen Behörden höchste Priorität, insbesondere nachdem es in den letzten Jahren nicht gelungen ist, Angriffe zu verhindern.

Letztes Jahr fuhr am 20. Dezember ein Mann mit einem SUV auf einen Weihnachtsmarkt in der ostdeutschen Stadt Magdeburg, wobei sechs Menschen getötet und über 300 weitere verletzt wurden. Der 50-jährige saudische Täter Talib A. hatte zuvor unberechenbares Verhalten an den Tag gelegt und mit Gewalt gedroht, was den Vorwurf von Hinweisen und Versäumnissen der Geheimdienste nach sich zog.

Im Dezember 2016 fuhr ein abgelehnter Asylbewerber aus Tunesien, der dem „Islamischen Staat“ die Treue geschworen hatte, mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin, wobei ein Dutzend Menschen getötet und 56 weitere verletzt wurden. Deutsche Geheimdienste räumten in den Monaten vor dem Anschlag Versäumnisse beim Informationsaustausch ein.

Herausgegeben von: Rana Taha

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