Die Münchner Stadtverwaltung und eine örtliche Surforganisation bemühen sich darum, eine Welle wiederherzustellen, die angeblich zum Aufbau der Süßwasser-Surfbewegung beigetragen hat und nach der jährlichen Entwässerung und Reinigung Ende letzter Woche verschwunden ist.
Die Behörden planen, mit Änderungen des Wasserstands zu experimentieren, in der Hoffnung, dass sich die Strömungen wieder ausgleichen.
„Die vielen Parameter, die die Welle im Wasserfluss verursachen, werden untersucht und entsprechend angepasst“, sagte Bürgermeister Dieter Reiter.
Bekannt als die Eisbachwelle (eisige Bachwelle) auf Deutsch, die Welle befindet sich an einem künstlichen Bach, der von der Isar im Innenstadtpark namens Englischer Garten abfließt.

Die Münchner Wasserbehörden würden damit beginnen, den Wasserdurchfluss zu messen und den Wasserstand künstlich anzuheben.
„Anhand dieser Ergebnisse werden wir gemeinsam feststellen, wie andere Reduzierungsbemühungen den Wasserfluss und die Wassermenge verändern können und wie eine surfbare Welle aufgebaut werden kann“, sagte die Stadtregierung.
Die Welle verschwand nach der routinemäßigen Entwässerung und Reinigung des Beckens
Was genau das Verschwinden der Welle verursachte, ist unklar. Nach Angaben der Stadtbehörden handelte es sich um eine routinemäßige Reinigung und Entfernung von Sedimenten aus dem Flusseinzugsgebiet, ohne dass Änderungen vorgenommen wurden, die den Wasserfluss hätten beeinträchtigen sollen. Die Dünung bildete sich jedoch nicht zurück, da am Freitag wieder Wasser in den Bach fließen konnte.
Derzeit gibt es einen einfachen und stetigen Wasserfluss, der für Surfer nutzlos ist.
SurferToday.com bezeichnet die Eisbachwelle als „die Mutter aller Flusswellen“, nachdem Surfer sie 1972 geschaffen hatten, indem sie Betonblöcke auf dem Kanalbett platzierten, um die starke Strömung zu erzeugen.

Streng genommen wurde das Surfen auf dem Gelände erst 2010 gesetzlich verboten, lange nachdem es zu einer bekannten Attraktion geworden war.
Der Surfbetrieb wurde Anfang des Jahres aufgrund von Renovierungsarbeiten eingestellt, nachdem eine erfahrene Surferin starb, weil sich ihre Leine vermutlich in Schutt auf dem Becken verfangen hatte. Daraufhin änderte die Stadt die Regeln und verbot das Surfen in der Nacht. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten und der Wiedereröffnung der Welle im Juni floss die Welle jedoch wieder wie gewohnt.
Mathias Schmidt von der Münchner Surfer-Interessenvertretung IGSM sagte, seine Organisation und die Stadtverwaltung arbeiteten gemeinsam an Bemühungen zur Wiederherstellung. Er sagte, der Wunsch, die Touristenfalle wiederzugewinnen, habe auch die bayerische Landeshauptstadt motiviert, nicht nur die einheimischen Surfer.

Herausgegeben von: Zac Crellin
