Nachrichten aus Deutschland: In Istanbul beginnt Prozess wegen Todesfällen von Touristen

von Otto Hofmann
2 Minuten Lesedauer
  • In Istanbul beginnt ein Prozess wegen des Todes einer ganzen Familie im Türkei-Urlaub im vergangenen Jahr
  • Der Petersberger Klimadialog, ein wichtiger Vorläufer der COP, soll in Berlin beginnen
  • Eine der beliebtesten Babynahrungsmarken Deutschlands ist nach eigenen Angaben Opfer eines Erpressungsversuchs geworden

Hier finden Sie die neuesten Schlagzeilen und Berichte von Deutschland am Dienstag, 21. April:

Gläser mit Babynahrung
HiPP, vor mehr als 120 Jahren in Bayern gegründet, ist eine der beliebtesten Babynahrungs- und Säuglingsnahrungsmarken in Deutschland

Nachdem am Wochenende in der Slowakei, Österreich und Tschechien fünf Gläser mit kontaminierter Babynahrung gefunden wurden, erklärte der deutsche Hersteller HiPP, die Sabotage sei Teil eines Erpressungsversuchs gewesen.

Die österreichische Supermarktkette Spar startete einen dringenden Rückrufversuch, nachdem die Ermittler festgestellt hatten, dass die fünf Gläser Karotten- und Kartoffelpüree mit Rattengift versetzt waren.

Die Behörden rieten den Verbrauchern, darauf zu achten, dass ihre Babynahrungsgläser beim ersten Öffnen das charakteristische „Knall“-Geräusch von sich geben, um sicherzustellen, dass sie nicht manipuliert wurden.

Weder HiPP noch die Polizei sagten, was der mutmaßliche Erpresser verlangte.

Den vollständigen DW-Bericht zu dem Fall können Sie hier lesen.

Heute beginnt in Istanbul die erste Anhörung im Fall einer im vergangenen November in der Türkei verstorbenen Hamburger Familie.

Die türkisch-deutsche Familie Böcek bestand aus Vater Servet, Mutter Cigdem, ihrem 6-jährigen Sohn und ihrer 3-jährigen Tochter.

Sie waren im Urlaub in Istanbul, als sie schwer erkrankten und später in einem örtlichen Krankenhaus starben.

Sechs Personen, darunter der Hotelbesitzer und ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen, stehen wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht, nachdem eine Autopsie ergab, dass die vier Personen durch Pestizide vergiftet worden waren.

Die Staatsanwälte sagen, dies sei das Ergebnis einer unsachgemäßen Insektenvernichtung im ersten Stock des Hotels.

Den Angeklagten drohen Haftstrafen von bis zu 22,5 Jahren.

Guten Morgen aus der DW-Nachrichtenredaktion in Bonn.

Heute informieren wir Sie über den Fall einer deutschen Familie, die letztes Jahr während eines Urlaubs in Istanbul starb, vermutlich durch Pestizidexposition.

Unterdessen startet in Berlin der jährliche Petersberg-Dialog zum Klimawandel

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