Der führende deutsche Autozulieferer Aumovio gab am Freitag bekannt, dass er erneut die Erlaubnis erhalten habe, Nexperia-Halbleiter aus China zu exportieren.
Unterdessen sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, es gebe „positive Signale“, dass die Lieferungen wieder aufgenommen werden könnten.
Aumovio liefert Komponenten wie Sensoren und Displays an große Automobilhersteller.
Es war zunächst unklar, ob andere Firmen eine Exportlizenz erhalten hatten.
Nexperia produziert Komponenten in Europa, schickt sie dann aber zur Veredelung nach China und exportiert sie dann wieder an Kunden auf dem europäischen Markt.
Die Niederlande und China verwickeln sich in einen Streit um Nexperia-Chips
Die niederländische Regierung übernahm im September faktisch die Kontrolle über Nexperia und begründete dies mit Sicherheitsbedenken vor dem Hintergrund eines umfassenderen europäischen Vorstoßes, die wirtschaftliche Abhängigkeit von China zu „verringern“.
Nexperia hat seinen Sitz in Nijmegen in den Niederlanden, gehört aber dem chinesischen Unternehmen Wingtech Technology.
Als Reaktion auf diesen Schritt kündigte China im Oktober Exportkontrollen für Nexperia-Chips an.
Die Maßnahme alarmierte westliche Automobilhersteller, die davor warnten, dass die Komponenten für den Einbau von Elektronik von entscheidender Bedeutung seien.
Anfang dieses Monats sagte Peking, dass es einige Chips vom Exportverbot ausnehmen könnte, was offensichtlich eine Geste der Deeskalation darstellt.
Der Wall Street Journal berichtete, dass die Ausnahme Teil eines Handelsabkommens war, das US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping bei einem Treffen am 30. Oktober in Südkorea vereinbart hatten.
Deutschlands Merz weist auf „positive Signale“ im Nexperia-Streit hin
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich optimistisch, dass die Chipexporte aus China wieder anlaufen würden.
„Es scheint, dass nun der Weg für eine Wiederaufnahme der Lieferungen frei ist“, sagte Merz vor Journalisten auf der Klimakonferenz COP30 im brasilianischen Belem.
„Es gibt positive Signale, dass die Lieferungen wieder aufgenommen werden können. Dies könnte in den nächsten Stunden geschehen.“
Merz fügte hinzu, dass er zu diesem Thema mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Dirk Schoof gesprochen habe
Herausgegeben von: Zac Crellin
