Berichten zufolge wurde vor der dänischen Insel Anholt ein Wal gesichtet, wobei die örtliche dänische Umweltschutzbehörde laut dänischen Medien davon ausgeht, dass er schon seit einiger Zeit tot ist.
Es wird angenommen, dass es sich bei dem Tier um einen gestrandeten Buckelwal mit einer Länge von etwa 10 bis 15 Metern handelt, berichteten dänische Medien, was Spekulationen darüber anregte, ob es sich um den Buckelwal Timmy handeln könnte.
Es wurde etwa 75 Meter vor der Küste von Anholt gesichtet. Beamte sagten, sie planen, den Wal am Freitag zurückzuholen.
Wochenlang strandete Timmy nach vielen erfolgreichen Befreiungsversuchen immer wieder vor der deutschen Küste, bis ihn eine letzte Rettungsmission in die Nordsee führte.
Was wissen wir über Timmy, den Wal?
Der junge Buckelwal, den deutsche Medien Timmy nennen, wurde am 3. März zum ersten Mal beim Schwimmen in der Nähe der deutschen Ostseeküste gesichtet, weit entfernt von seinem natürlichen Lebensraum im Atlantischen Ozean.
Es folgte eine Reihe von Strandungsereignissen, wobei sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, je länger es in den seichten Gewässern blieb.
Die deutschen Behörden hatten es Anfang April aufgegeben, das 12 Meter lange Meeressäugetier zu retten, von dem angenommen wird, dass es 4 bis 6 Jahre alt ist.
Doch nach öffentlichem Druck überzeugte ein privates Unternehmen die örtlichen Behörden von einem endgültigen Rettungsplan, der darin bestand, den Wal in einen Lastkahn zu locken und ihn in die Nordsee zu schleppen, nachdem ein erster Versuch mit aufblasbaren Kissen und Pontons erfolglos geblieben war.
Was beinhaltete Timmys letzte Rettungsmission?
Das Jungtier überlebte eine tagelange Reise von der deutschen Küste, bis es Anfang Mai rund 70 Kilometer (43,5 Meilen) vor der Küste Dänemarks freigelassen wurde.
Einige Wissenschaftler warnten, dass dieser jüngste Versuch zu viel für das Tier sein könnte, und erklärten, dass sich sein Gesundheitszustand aufgrund der mehrfachen Strandungen und des fast zweimonatigen Aufenthalts in seichten Gewässern stark verschlechtert habe.
Zuvor äußerte sich das dänische Umweltministerium zu der Möglichkeit, dass der Wal an dänischen Küsten stranden könnte, und sagte, es plane keine Rettungsmaßnahmen. Das Stranden sei ein „völlig natürliches Phänomen“ und Wale dürften nicht „durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört werden“.
Herausgegeben von: Sean Sinico
