Die Charité in Berlin, eines der führenden Universitätskliniken Deutschlands, hat in diesem Jahr wegen winterbedingter Verletzungen Alarm geschlagen.
In einem Beitrag auf X teilte das Krankenhaus mit, dass unter der hohen Zahl an Patienten viele operiert werden mussten. Die Institution fügte hinzu, dass sie zusätzliche Ressourcen bereitgestellt habe, um die große Anzahl von Fällen zu bearbeiten.
„Die häufigsten Verletzungen sind Frakturen der Arme (distale Radiusfrakturen), Schulterverletzungen, Knöchelfrakturen sowie Schenkelhalsfrakturen und Kopfverletzungen bei älteren Menschen“, schrieb die Charité auf X.
Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und die Debatte über den Einsatz von Salz zum Enteisen von Gehwegen
Die Ankündigung des Krankenhauses erfolgt inmitten einer hitzigen Debatte über den Einsatz von Salz zum Enteisen von Gehwegen bei anhaltenden Minustemperaturen, die Norddeutschland seit Wochen plagen.
Während die meisten deutschen Städte Salz zur Beseitigung von Schnee und Eis verwenden, ist Berlin eine von vielen, die diese Praxis aufgrund der schädlichen Auswirkungen des Salzes auf Pflanzen und Beton verboten haben.

Am Freitag haben Berlin und Hamburg das Verbot der Verwendung von Salz zum Enteisen von Gehwegen vorübergehend aufgehoben. Die Behörden erklärten, das Verbot sei wegen der Gefahren, die von anhaltendem Eis und Schnee ausgehen, aufgehoben worden.
„Wir wollen, dass sich jeder sicher in der Stadt fortbewegen kann – und denken dabei insbesondere an ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität“, sagte Hamburger Verkehrsdezernent Anjes Tjarks.
Auch Berlins Oberbürgermeister Kai Wegner warnte vor „extremen Wetterbedingungen mit Eisregen und anhaltendem Frost“, als die Verkehrsministerin der Hauptstadt, Ute Bonde, die Aufhebung des Verbots ankündigte.
Herausgegeben von: Roshni Majumdar
