Ermittler sagten am Freitag, sie hätten mit Partnern in den USA und Kanada zusammengearbeitet, um die mit den Netzwerken „Aisuru“ und „Kimwolf“ verbundenen Infrastrukturen abzuschalten.
Die sogenannten Botnets, bestehend aus Millionen infizierter Geräte, wurden für groß angelegte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) genutzt, die ganze Websites und Online-Dienste überfordern können.
Was wissen wir über Aisuru und Kimwolf?
Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Cyberkriminalität in NRW (ZAC NRW) und das Bundeskriminalamt (BKA) erklärten, sie hätten technische Infrastruktur stillgelegt gehören zu den über die ganze Welt verstreuten Botnets. Beamte sagten, dass die Netzwerke aufgrund ihrer Größe und der damit verbundenen Cyberangriffskapazität eine erhebliche Bedrohung für die IT-Infrastruktur darstellten.
Die Ermittler identifizierten zwei mutmaßliche Administratoren und führten Durchsuchungen in Deutschland und Kanada durch. Sie beschlagnahmten umfangreiches Beweismaterial, darunter Datenspeicher und Kryptowährungen im Wert von mehreren zehntausend Dollar.
Es wird angenommen, dass Aisuru auf kompromittierte IoT-Geräte wie Router und Webcams setzte, während Kimwolf hauptsächlich infizierte Android-TV-Boxen nutzte. Kimwolf wurde auch an Hacker vermietet, die den Eindruck erwecken wollten, dass der Datenverkehr von einem gewöhnlichen Haushalt stamme.
Wie funktionieren Botnetze?
Hacker können mit dem Internet verbundene Geräte wie Smart-TVs, Router und Webcams kapern und sie für Cyberangriffe nutzen, ohne dass der Besitzer davon weiß.
Bei einer Infektion mit Schadsoftware können Geräte wie Fernseher oder Router Teil eines sogenannten Botnetzes werden, das ferngesteuert große Datenverkehrsmengen sendet.
Bei einem DDoS-Angriff überschwemmen Tausende oder sogar Millionen dieser kompromittierten Geräte gleichzeitig eine Zielwebsite oder einen Zielserver, überlasten diese und zwingen sie dazu, offline zu gehen.
Experten sagen, dass Geräte mit schwachen Passwörtern, veralteter Software oder Sicherheitslücken besonders anfällig sind.
Herausgegeben von: Kieran Burke
