Mit 69 Jahren wurde Lady Fatou am Montag nicht nur die dienstälteste Bewohnerin des Berliner Zoos, sondern behielt auch ihren Titel als ältester Gorilla der Welt.
1957 irgendwo in Westafrika geboren, kam sie 1959 mit dem Gepäck eines französischen Seemanns im Hafen von Marseille nach Europa. Nach Angaben des Berliner Zoos war der Seemann nicht in der Lage, seine Rechnung in einer Taverne zu bezahlen, und übergab der Wirtin Fatou als Bezahlung. Von dort landete sie bald in der deutschen Hauptstadt.
Fatou ist ein Westlicher Flachlandgorilla. In freier Wildbahn werden sie normalerweise nicht älter als 40 Jahre, und selbst in Gefangenschaft gilt ein Alter von 50 Jahren als fortgeschrittenes Alter.
1974 brachte sie Dufte zur Welt, den ersten Gorilla, der im Berliner Zoo geboren wurde. Obwohl ihre Tochter 2001 verstarb, führt Fatous Enkelin M’penzi ihr Unternehmen weiterhin in Berlin. Seit 2026 hat sie mindestens drei Ur-Ur-Enkel.

„Wir sind sehr stolz, seit mehr als einem halben Jahrhundert ein Tier bei uns beherbergen zu dürfen. Wir freuen uns, dass es Fatou trotz ihres Alters so gut geht“, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem an einem ihrer vergangenen Geburtstage.
Heutzutage hat Fatou ihr eigenes privates Gehege und Mitarbeiter, die sich ausschließlich um ihre Pflege kümmern. Sie lehne sich lieber zurück und sehe den anderen Gorillas beim Spielen zu, als sich in die Aktionen einzumischen, sagen Zoomitarbeiter.
Herausgegeben von: Louis Oelofse
