- Das Kabinenpersonal der Lufthansa hat an Großflughäfen einen zweitägigen Streik begonnen
- Der Streik erfolgt nach zwei Aktionstagen der Piloten, die später in dieser Woche zuschlagen wollen
- Einer neuen Umfrage zufolge liegt die rechtsextreme Alternative für Deutschland vier Punkte vor ihrem nächsten Rivalen
- Dieselbe Umfrage ergab einen starken Anstieg der Zahl der Menschen, die mit der Regierungskoalition unzufrieden sind
Hier sind die neuesten Schlagzeilen von Deutschland am Mittwoch, 15. April 2026:
Die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) ist in einer neuen bundesweiten Umfrage stärkste Kraft geworden, was die wachsende Unzufriedenheit mit der zentristischen Koalitionsregierung in Deutschland widerspiegelt.
Laut der YouGov-Umfrage liegt die AfD mit 27 % um einen Punkt höher als im Vormonat und liegt damit vor allen anderen Parteien.
Der konservative Block CDU/CSU fiel um drei Punkte auf 23 %, den niedrigsten Wert in dieser Umfrage seit Ende 2021. Die Mitte-Links-Sozialdemokraten fielen auf 13 %, während die Grünen und die sozialistische Linkspartei jeweils einen Punkt zulegten und 14 % bzw. 10 % erreichten.
Die wirtschaftsorientierten Freien Demokraten und der linkspopulistische BSW lagen beide bei 4 % und damit unter der Hürde für den Einzug ins Parlament.
Die Umfrage zeigte auch eine zunehmende Frustration über die Regierung: 79 % der Befragten gaben an, mit der aktuellen Koalition unzufrieden zu sein. Diese Zahl ist von 55 % Mitte 2025 deutlich gestiegen.
Andere aktuelle Umfragen zeigen ein engeres Rennen. Umfragen von Insa und Infratest dimap haben die AfD ebenfalls knapp vor oder knapp hinter der CDU/CSU platziert, was die Volatilität der Wählerstimmung unterstreicht.
Das Kabinenpersonal der Lufthansa hat nach einem Pilotenstreik einen zweitägigen Streik begonnen, der Flüge in ganz Deutschland störte.
Die Unabhängige Flugbegleiterorganisation (UFO) teilte mit, dass Abflüge von wichtigen Drehkreuzen wie dem Frankfurter Flughafen und dem Flughafen München betroffen seien und weitere Annullierungen bis Donnerstagabend erwartet würden.
Als Grund für den Streik nannte die Gewerkschaft fehlende Fortschritte bei den Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Auch in Frankfurt ist im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Lufthansa-Jubiläum eine Kundgebung geplant, zu der auch Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet wird.
Ein eintägiger Streik des Kabinenpersonals führte letzte Woche zu Hunderten Annullierungen bei Deutschlands Flaggschiff-Fluggesellschaft.
Unterdessen kündigte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit weitere Streiks für Donnerstag und Freitag an und verwies auf einen Stillstand der Gespräche. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro sagte, es habe seitens des Arbeitgebers keine Bewegung gegeben.
Die geplanten Pilotenstreiks betreffen die meisten Lufthansa-Abflüge von deutschen Flughäfen sowie Flüge von Tochtergesellschaften, darunter Lufthansa Cargo und CityLine, mit begrenzten Ausnahmen für Strecken in Teile des Nahen Ostens.

Guten Tag aus der DW-Nachrichtenredaktion in Bonn, wo nun für ein weiteres Jahr die berühmten Kirschblüten der Stadt fallen.
Sie sind dabei, wenn unmittelbar nach zweitägigen Pilotenstreiks ein zweitägiger Streik des Lufthansa-Kabinenpersonals beginnt.
Die Fluggesellschaft, die nationale Fluggesellschaft Deutschlands, war seit Jahresbeginn immer wieder mit Streiks konfrontiert.
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