Osnabrücker Altstadt mit Dom und Rathaus

Ausflug in die südwestniedersächsische Stadt

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 12.08.2014
Ausflugsziel: Die kleine Domsfreiheit in Osanbrück

Die historische Altstadt von Osnabrück bietet sich auf Ausflugsreisen an, denn sie war einst, zusammen mit der Stadt Münster, Schauplatz für den Westfälischen Friedensschluss und ist somit in die Weltgeschichte eingegangen. Daher die trägt die Stadt auch den Beinamen „Friedensstadt“. Es warten herausragende Sehenswürdigkeiten und Bauwerke, die zahlreiche Stilepochen authentisch wiedergeben. Ein Ausflug ins Zentrum des Osnabrücker Landes lohnt sich!

Berühmte Bauwerke der Osnabrücker Altstadt

Das Heger Tor ist der Eingang zur Altstadt von Osnabrück und wurde zu Ehren der Waterloo-Kämpfer im Jahre 1817 errichtet. Der mittelalterliche Altstadtkern zeigt sich mit farbenfrohen Bauwerken aus Klassizismus, Rokoko und Jugendstil und macht somit das besondere Flair des historischen Stadtkerns aus. Zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten zählen der Dom St. Peter und das Rathaus des Westfälischen Friedens. Weiterhin finden sich eine Vielzahl von gotischen Steinbauten, z.B. der Ledenhof. Die Altstadt zeigt sich als harmonischer Mix aus ehrwürdiger Geschichte und zeitgenössischer Lebenskultur. Geschäfte, Gastronomie und Hotels wurden in die historische Bausubstanz integriert und so avanciert ein Aufenthalt in den alten Gassen auch immer zu einem nostalgischen Erlebnis.

Der Osnabrücker Dom St. Peter

Der Dom St. Peter als Kathedralkirche des Bistums repräsentiert die spätromanische Baukunst in voller Pracht. Die Domgeschichte geht auf das Jahr 785 zurück, als der erste Dom zu Osnabrück geweiht wurde. Aufgrund der instabilen Bausubstanz entschied man sich für einen neuen Bau, dem allerdings auch kein überdauernder Bestand vergönnt war, da das Bauwerk im Jahr 1100 bis auf die Grundmauern abbrannte. Der heutige Dom mit dem grazilen Nordwestturm wurde im Jahre 1277 vollendet. Zu den historischen Kostbarkeiten im Inneren der Kirche zählen die Apostelpfeiler aus dem 16. Jahrhundert, das Triumphkreuz sowie das Taufbecken aus Bronze. Kreuz und Taufbecken sind die ältesten Relikte der Kirchengeschichte und stammen aus der Zeit zwischen 1225 und 1230.

Das Rathaus des Westfälischen Friedens

Das 1512 fertig gestellte Rathaus gilt als Ort des Westfälischen Friedens. Hier und im Rathaus Münster wurden die Friedensverträge unterzeichnet, die den Dreißigjährigen Krieg (1618 -1648) beendeten. Quälende fünf Jahre dauerten die Verhandlungen in Münster und Osnabrück an, bis zu dem glorreichen Tag, als der Friedensschluss von der Rathaustreppe verkündet und wenig später durch Unterzeichnung besiegelt wurde. Dadurch wurde auch der Europäische Gedanke ins Leben gerufen, den die Friedensstadt nach wie vor mit großem Enthusiasmus unterstützt. Der Friedenssaal im Osnabrücker Rathaus erinnert lebendig an das große Ereignis, dem Könige und Kaiser beiwohnten. So finden sich 42 Portraitgemälde, darunter der Sonnenkönig Ludwig XIV., Kaiser Ferdinand III. sowie die schwedische Königin Christine. Das Rathaus beherbergt weitere Schätze aus der bewegten Vergangenheit, so z.B. den Kaiserpokal aus dem 13. Jahrhundert, ein Faksimile des Westfälischen Friedensvertrages und ein Modell der Stadt, das Osnabrück im 17. Jahrhundert abbildet.

Foto: Stadt Osnabrück Presse- und Informationsamt

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