Heidschnuckenbraten

Leckeres Fleisch aus der Heide

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 02.10.2011
Heidschnuckenbraten

Heidschnucken sind die typischen Bewohner der L├╝neburger Heide. Aus dieser Region stammt auch die Vorliebe f├╝r den Heidschnuckenbraten, der nicht nur eine Spezialit├Ąt in Niedersachsen ist, sondern auch in Westfalen sehr geliebt wird. Die Heidschnucke ist f├╝r diese Region ein typisches Schaf und durch seine Robustheit f├╝r die Landschaftspflege unerl├Ąsslich.

Heidschnucken sind nicht wegen der Wolle, sondern eher wegen ihres Fleischs beliebt. F├╝r den Heidschnuckenbraten ben├Âtigt man eine Heidschnuckenkeule. Diese reicht f├╝r f├╝nf Personen, durch die richtige Zubereitung wird das Fleisch zum Genuss. In einer Marinade aus Rotwein, Lorbeerbl├Ąttern, Zwiebelringen und Kr├Ąutern wird das Fleisch eingelegt. Die Keule bespickt man  mit Rosmarinzweigen und reibt sie mit einer Knoblauchzehe ab. Nach dem Einreiben mit Meersalz und Pfeffer wird sie in einem ofenfesten Br├Ąter in ihr Rotweinbad gelegt und ungef├Ąhr vier Stunden bei 100 Grad im Ofen gebacken. Nach der H├Ąlfte der Zeit wird sie herumgedreht und in der letzten Stunde bei 160 Grad eine halbe Stunde ohne Deckel schmoren, damit sie eine sch├Âne braune Kruste erh├Ąlt.

So geschmort wird das Fleisch wunderbar zart und sehr aromatisch. Den Bratensud kann man zu einer hervorragenden So├če verarbeiten. Dazu wird er durch ein Sieb gegossen und mit Wein aufgef├╝llt und 20 Minuten k├Âcheln lassen. Den Braten w├Ąhrend dieser Zeit im Ofen warmhalten. Die So├če abschmecken und bei Bedarf etwas andicken.

Zu diesem leckeren Rezept passen Kartoffeln aus der Heide. Aber wer nicht in der Region wohnt, kann andere Kartoffelsorten dazu nehmen. Einen guten Geschmack sollten sie haben. Als interessante Variante k├Ânnen sie geachtelt in Oliven├Âl gebraten werden und zum Schluss mit Meersalz bestreut werden. Ebenfalls sehrh k├Âstlich als Beilage sind frische Pilze, insbesondere Pfifferlinge.

Als Gem├╝se zum Heidschnuckenbraten passen sehr gut M├Âhren und/oder Kohlrabi. In einer Pfanne mit etwas ├ľl ged├╝nstet, gleich zu Anfang mit einer guten Prise Zucker karamellisieren lassen und einem kleinen Schluck Wasser abl├Âschen, Kohlrabi wie gewohnt sch├Ąlen, in Stifte schneiden und mit etwas Wasser gar kochen. Das Gem├╝se zum Schluss in der Pfanne zusammenf├╝gen, mit Creme Fraiche abschmecken und das Festmen├╝ genie├čen.

Genie├čen l├Ąsst sich ein Heidschnuckenbraten ganz besonders in der passenden Umgebung. So bieten viele Gasth├Âfe und Restaurants in der L├╝neburger Heide und in der S├╝dheide diese Spezialit├Ąt aus Niedersachsen an. Zum Teil werben die Regionen sogar mit dieser leckeren Speise. Die HeideRegion Uelzen zum Beispiel lockt damit.

 

Foto: HeideRegion Uelzen e.V.

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