Deutschland: Online-Buchungen von Touristenunterkünften erreichen neuen Höchststand

von Otto Hofmann
2 Minuten Lesedauer

Die Buchungen für Touristenunterkünfte in Deutschland über große Online-Plattformen haben ein Rekordhoch erreicht.

Der Wert liegt deutlich über dem Vorjahresniveau und den Werten vor der COVID-19-Pandemie.

Warum nehmen in Deutschland die Buchungen von Ferienunterkünften zu?

Reisende hätten im Jahr 2025 68,3 Millionen Übernachtungen über Airbnb, Booking.com und Expedia gebucht, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag unter Berufung auf Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mit.

Das war ein Anstieg von 13 % gegenüber 2024 und mehr als 83 % über dem Niveau von 2019.

Der Anstieg erfolgte, obwohl TripAdvisor nicht mehr in den Daten enthalten war, nachdem das Unternehmen den Markt für kurzfristige Unterkunftsbuchungen verlassen hatte.

Haupttreiber des Wachstums war die starke Inlandsnachfrage. Deutsche Reisende buchten 48,5 Millionen Übernachtungen, ein Plus von mehr als 15 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Inlandsbuchungen hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt.

Ausländische Gäste buchten 19,8 Millionen Übernachtungen, fast 8 % mehr als im Jahr 2024.

Wer besucht Deutschlands Touristenattraktionen?

Reisende aus den Niederlanden stellten mit 2,9 Millionen Übernachtungen die meisten internationalen Buchungen, gefolgt von Polen mit 2,1 Millionen und den USA mit 1,3 Millionen.

Die Zahlen spiegeln größtenteils den Markt für kleinere und privat betriebene Unterkünfte wider.

Rund 94 % der gebuchten Nächte wurden in Unterkünften mit weniger als 10 Betten verbracht, die nicht in der offiziellen monatlichen Tourismusstatistik Deutschlands enthalten sind.

Die Plattformdaten liefern daher ein umfassenderes Bild des Marktes für Kurzzeitunterkünfte des Landes.

Bayern verzeichnete mit 10,6 Millionen die meisten Übernachtungen. Es folgten Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 8,1 Millionen.

Die Reisegewohnheiten variierten zwischen den Bundesländern erheblich.

Rund 90 % der Gäste in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kamen aus dem Inland, während die Stadtstaaten und westlichen Regionen einen größeren Anteil internationaler Besucher anzogen.

Mit 67,7 % machten ausländische Gäste mehr als zwei Drittel der Buchungen in Berlin aus.

Auch in Nordrhein-Westfalen war ihr Anteil mit 42,3 % und Baden-Württemberg mit 40,8 % überdurchschnittlich hoch.

Herausgegeben von: Dmytro Hubenko

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