Die Inflationsrate in Deutschland stieg im Januar auf 2,1 %, was vorläufige Daten bestätigt und zeigt, dass der Preisdruck zu Beginn des Jahres zugenommen hat, insbesondere bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Verbraucherpreise gegenüber Dezember nur um 0,1 %, da billigere Energie die höheren Kosten anderswo teilweise kompensierte.
Die Energiepreise sanken im Jahresvergleich um 1,7 %, wobei der Strompreis für Haushalte um 3,2 % und der Erdgaspreis um 2,5 % zurückgingen, unterstützt durch niedrigere Netzgebühren und die Abschaffung der Gasspeicherabgabe.
Die Lebensmittelinflation beschleunigte sich jedoch im Vergleich zu 2024 auf 2,1 % und stieg von 0,8 % im Dezember. Besonders stark stiegen die Preise für Süßigkeiten und Schokolade, aber auch für Obst und Fleisch stiegen die Preise. Butter, Öle und Kartoffeln wurden im Vergleich zum Vorjahr spürbar günstiger.
„Insgesamt haben sich die Verbraucherpreiserhöhungen zu Beginn des Jahres verstärkt“, sagte Destatis-Präsidentin Ruth Brand. „Vor allem die Lebensmittelpreise sind im Januar stärker gestiegen als in den Vormonaten.“
Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie blieb mit 2,5 % erhöht, was den anhaltenden Druck in anderen Sektoren verdeutlicht. Die Dienstleistungen stiegen im Jahresvergleich um 3,2 %, was auf höhere Kosten für soziale Einrichtungen, Transport und Miete zurückzuführen ist.
Herausgegeben von: Roshni Majumdar
