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Doppelter Abi-Jahrgang startet ins Studium

Studentenwerke und Hochschulen gut vorbereitet

In diesen Tagen starten an den Hochschulen von Niedersachsen die Vorlesungen zum Wintersemester 2011/2012. Mit Ende der Wehrpflicht und dem doppelten Abiturjahrgang ist die Zahl der Studienanfänger erheblich angestiegen. Dennoch sind Universitäten, Hochschulen und die Studentenwerke in Niedersachsen gut vorbereitet.

Um die Betreuung der zusätzlichen Studierenden zu gewährleisten, hat das Land die Studentenwerke mit zusätzlichen sechs Millionen Euro für die Jahre 2012 und 2013 ausgestattet, die nach der Anzahl zusätzlicher Studenten aufgeteilt werden. Die Studentenwerke gewährleisten unter anderem die Verpflegung in den Mensen, unterhalten Studentenwohnheime, regeln BAFöG-Angelegenheiten und unterhalten soziale Dienste und Angebote.

Wissenschaftsministerin Dr. Johanna Wanka sieht Niedersachsen gut auf den Ansturm der Studenten vorbereitet. Sie sagte am Dienstag: „Studierende erhalten in Niedersachsen die beste Betreuung – im Hörsaal wie in der Mensa!“ Das trifft unter anderem auch auf die Unterbringungsquote zu. Mit einer Quote von 13,05 Prozent der Studenten, die in Wohnheimen ein Zimmer finden, liegt Niedersachsen bundesweit auf einem Spitzenplatz.

Die Studentenwerke zeigten sich über die zusätzliche Unterstützung des Landes erfreut. Birgit Bornemann, Geschäftsführerin des Studentenwerkes Osnabrück und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke in Niedersachsen, sagte dazu: „Der veränderte Lehrbetrieb an den Hochschulen stellt auch die Studentenwerke vor große Herausforderungen. Längere Öffnungszeiten und mehr Servicepersonal ziehen Kosten nach sich, die wir allein nur schwer kompensieren könnten.“ Die zusätzlich bereit gestellten Mittel würden nach Bedarf und Situation vor Ort für zusätzliche Angebote und Leistungen für die Studierenden verwendet.

Das Deutsche Studentenwerk hatte vor kurzem die Länder aufgefordert, ihre Studentenwerke besser zu unterstützen. Die Landeszuschüsse machten demnach im Bundesschnitt nur noch etwa 10,3 Prozent der Gesamteinnahmen der Studentenwerke aus. Das sind fast 14 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahrzehnt. Den Vorstoß Niedersachsens begrüßt das Deutsche Studentenwerk daher. Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärte in Berlin, dass angesichts der vielen Erststudenten alle Länder parallel zum Ausbau der Studienplätze auch in die Studentenwerke stärker unterstützen müssten. „Hier gehen Nordrhein/Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg mit gutem Beispiel voran“, so der Generalsekretär.

Foto: Clipdealer

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