Landesbehörden in Brandenburg meldeten am späten Mittwoch eine große Ölkatastrophe nördlich von Berlin. Dabei sei es zu einem Unfall an einer Pipeline gekommen, die eine große Ölraffinerie mit dem Ostseehafen Rostock verbindet.
„Auf der PCK-Leitung bei Gramzow/Zehnebeck kam es zu einem Unfall, bei dem es zu einer großen Ölpest kam“, sagte ein Sprecher des Brandenburger Umweltministeriums. „Notdienste sind vor Ort. Über die Ursache und das genaue Ausmaß des Schadens können derzeit keine Angaben gemacht werden.“
Naturschutzgebiete gelegen in der Nähe der PCK-Raffinerie Schwedt an der polnischen Grenze
Nahe der Grenze zu Polen befindet sich in Schwedt eine große Erdölraffinerie, die von der PCK betrieben wird. Das Unternehmen gibt auf seiner Website an, dass die Anlage 11,5 Millionen Tonnen pro Jahr verarbeiten kann und damit „einer der größten Rohölverarbeitungsstandorte in Deutschland“ sei.
Aus der Pipeline seien große Mengen Öl ausgelaufen, sagte ein Sprecher der PCK-Raffinerie gegenüber dem rbb, ohne eine unmittelbare Schätzung des Ausmaßes oder der Ursache des Vorfalls abzugeben.

Pipelines verbinden die Raffinerie mit dem nordwestlich gelegenen Großhafen Rostock.
Gramzow liegt unweit nordwestlich von Schwedt, an der Nordspitze eines großen Naturschutzgebietes nördlich der Hauptstadt Berlin. Die Raffinerie liegt auch neben einem anderen Nationalpark.
Die Gebiete zwischen Berlin und der polnischen Grenze sind stark bewaldet und liegen auch an der großen Oder, die die meiste Zeit als Grenze dient.
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