Nachrichten aus Deutschland: Die LKW-Regeln wurden gelockert, da die Flüsse zur Neige gehen

von Otto Hofmann
4 Minuten Lesedauer
  • Deutschlands größter Industrieverband begrüßt die Lockerung der Beschränkungen für den Lkw-Verkehr, da der Wasserstand der Flüsse für Frachtschiffe zu niedrig ist
  • Griechischen Medien zufolge ist ein seit Tagen in der südlichen Ägäis vermisster deutscher Seemann tot aufgefunden worden
  • Die rechtsextreme AfD startet ihren Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Geschichten von und über Deutschland die am Wochenende vom 8. bis 9. August 2026 für Schlagzeilen sorgen:

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Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) wird am Nachmittag eine Veranstaltung zum Start ihres Wahlkampfs im östlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern abhalten.

Die Veranstaltung wird vom Kandidaten der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten Leif-Erik Holm, ihrem Spitzenkandidaten Enrico Schult und ihrem Generalsekretär Dario Seifert geleitet.

Zu Gast bei der Veranstaltung in der Stadt Stralsund ist der sächsische AfD-Vorsitzende Jörg Urban.

Die Anti-Einwanderungspartei liegt bei Umfragen im Vorfeld der Wahlen im Bundesstaat derzeit bei rund 36 % und ist damit stärkste Kraft.

Obwohl mehrere andere Landesverbände der Partei vom deutschen Inlandsgeheimdienst als „bestätigt rechtsextremistisch“ eingestuft wurden, blieb der Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern bisher von dieser Bezeichnung verschont.

Auf einem Felsvorsprung vor den schroffen Bergen auf Symi ist eine alte Windmühle zu sehen
Symi ist ein beliebtes Touristenziel

Griechische Medien berichteten unter Berufung auf die Küstenwache, dass ein deutscher Mann, der während einer Kreuzfahrt in der südlichen Ägäis tagelang verschwunden war, in Gewässern westlich der Insel Symi tot aufgefunden wurde.

Nach Angaben der griechischen Nachrichtenagentur ANA-MPA gehörte er zu einer Gruppe von acht Menschen aus Deutschland, deren Boot am Sonntagabend von der Strömung vor der Insel mitgerissen wurde, als sie in der Nähe des Schiffes schwammen.

Zwei der acht konnten an Land schwimmen und fünf konnten gerettet werden, doch der Mann, dessen Leiche nun gefunden wurde, blieb bislang vermisst.

Eine Reihe von Lastwagen steht auf einem Autobahnrastplatz
Lkw, die auf Autobahnraststätten stehen, sind in Deutschland ein häufiger sonntäglicher Anblick (DATEI: 29.12.2018)

Deutschlands größter Industrieverband, der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), hat Pläne begrüßt, LKWs die ganze Woche über den Gütertransport auf Autobahnen zu erlauben, da Frachtschiffe durch niedrige Flusswasserstände behindert werden.

„Die Bundesregierung stellt in dieser Extremsituation Handlungsfähigkeit unter Beweis“, sagte Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer Rheinische Post Zeitung am Samstag. „Die vereinbarten Maßnahmen müssen jetzt zügig umgesetzt werden.“

Lösch sagte, die Verlagerung von Gütern auf die Straße und die Schiene könne die Störungen lindern und die Lieferketten stabilisieren, räumte jedoch ein, dass dadurch verlorene Transportkapazitäten nicht vollständig ausgeglichen würden.

In Deutschland gilt für die meisten Lkw ein Fahrverbot auf der Autobahn bzw Autobahnenan Sonn- und Feiertagen, mit Ausnahme von Fahrzeugen, die beispielsweise verderbliche Lebensmittel transportieren.

Mehrere Bundesländer haben die Beschränkungen vorübergehend gelockert, um die Verlagerung von mehr Gütern vom Wasser auf die Straße zu ermöglichen.

Umweltgruppen kritisierten die Lockerung der Beschränkungen und sagten, dass die niedrigen Pegelstände der Flüsse teilweise auf die globale Erwärmung zurückzuführen seien und dass das zugrunde liegende Problem durch einen höheren Lkw-Verkehr nicht gelöst werden könne.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) warnt davor, dass die Lenk- und Ruhezeitvorschriften trotz der zusätzlichen Tage weiterhin eingehalten werden müssten.

Das sagte Sprecher Dirk Engelhardt Rheinische Post am Donnerstag, dass es somit zu keiner Erhöhung der verfügbaren Lenkzeit kommen werde.

Guten Tag aus der DW-Redaktion über den zunehmend erschöpften Rhein!

Der Wassermangel im Rhein und anderen Flüssen behindert die Frachtschifffahrt und hat die Regierung dazu veranlasst, Lockerungsregeln vorzuschlagen, die die Nutzung von Autobahnen durch Lkw an Sonn- und Feiertagen einschränken.

Obwohl die Idee von Industrieverbänden begrüßt wird, sind sich Umweltschützer und Lkw-Fahrervertreter nicht so sicher.

Unterdessen wird die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) eine Veranstaltung in Stralsund abhalten, um ihren Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern vor der für den 20. September geplanten Abstimmung zu eröffnen.

Lesen Sie hier weiter, um mehr über diese und andere Geschichten aus Europas größter Volkswirtschaft zu erfahren.

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