Nachrichten aus Deutschland: Merz trifft sich mit saudischem Kronprinzen

von Otto Hofmann
3 Minuten Lesedauer
  • Bundeskanzler Friedrich Merz ist in Saudi-Arabien angekommen, seiner ersten Station eines dreitägigen Besuchs in der Golfregion
  • Johann Wadephul sagte während seiner Australien-Tour, dass Berlin die Zusammenarbeit mit Canberra bei kritischen Rohstoffen vertiefen wolle

Hier finden Sie die DW-Berichterstattung über die neuesten Nachrichten ausDeutschland am Donnerstag, 5. Februar.

Der Abflug am Flughafen Berlin Brandenburg sei am Donnerstagmorgen ausgesetzt worden, nachdem gefrierender Regen die Enteisung der Flugzeuge verhindert habe, sagte ein Flughafensprecher.

„Aufgrund der Wetterbedingungen sind derzeit keine Starts möglich. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Fluggesellschaft über den Flugstatus“, hieß es in einem Update auf der Website des Flughafens.

Den Passagieren wurde mitgeteilt, dass sie mit Flugausfällen und erheblichen Verspätungen rechnen müssten. Es hieß, die Störungen könnten so lange bestehen bleiben, bis sich die Wetterbedingungen bessern.

Die jüngste Kältewelle in Deutschland hat insbesondere in der Bahn zu einem weit verbreiteten Reisechaos geführt.

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Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sagte am Donnerstag, dass Berlin die Zusammenarbeit mit Australien bei kritischen Rohstoffen vertiefen wolle und gleichzeitig auf den raschen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Australien dränge.

Nach seinem Gespräch mit der australischen Außenministerin Penny Wong sagte Wadephul in Canberra, dass Deutschland daran interessiert sei, die Partnerschaften bei strategisch wichtigen Mineralien auszubauen.

„Ihr Land ist für uns ein wichtiger Partner bei der Diversifizierung unserer Lieferketten“, sagte Wadephul.

„Viele kritische Rohstoffe wie Lithium werden hier gefördert und wir sind sehr daran interessiert, unsere Zusammenarbeit im Rohstoffbereich, insbesondere bei strategisch wichtigen Mineralien, weiter auszubauen.“

Australien verfügt über die weltweit größte Hartgesteins-Lithiummine, die rund 20 % der weltweiten Produktion liefert. Es beherbergt auch riesige Vorkommen seltener Erden wie Neodym und Terbium.

Wadephul forderte außerdem rasche Fortschritte bei einem lange aufgeschobenen Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien.

Sowohl Wong als auch Wadephul hofften, dass bald eine Einigung erzielt werden könne, zu der der deutsche Minister sagte: „Am besten noch in diesem Jahr.“

Er fügte hinzu, dass sowohl die EU als auch Australien von einem Abkommen profitieren würden, das „alle Handelshemmnisse“ abbaut.

Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman
Im Vorfeld seiner Reise sagte Merz, der Golf könne Deutschland auch dabei helfen, „unsere Öl- und Gaslieferketten zu diversifizieren“.

Bundeskanzler Friedrich Merz begann am späten Mittwoch seine dreitägige Golfreise mit Saudi-Arabien, da Europas größte Volkswirtschaft eine Diversifizierung der Handels-, Energie- und Sicherheitspartnerschaften anstrebt.

Merz und eine Wirtschaftsdelegation werden vor ihrer Reise nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman treffen. Die Reise endet am Freitag.

Im Vorfeld seiner Reise sagte Merz, der Golf könne Deutschland auch dabei helfen, „unsere Öl- und Gaslieferketten zu diversifizieren“, da Berlin die Abhängigkeit von US-amerikanischem Flüssigerdgas (LNG) verringern wolle.

„Wir brauchen solche Partnerschaften mehr denn je in einer Zeit, in der Großmächte zunehmend die Politik bestimmen“, sagte die Bundeskanzlerin.

Deutschland unterhält enge Beziehungen zu den Golfstaaten, darunter Verteidigungsexporte, Infrastrukturprojekte und Investitionen in deutsche Unternehmen wie Volkswagen und die Deutsche Bank.

Der Besuch von Merz findet auch vor dem Hintergrund zunehmender regionaler Spannungen in Bezug auf den Iran statt.

Der Kanzler sagte, er werde auf seiner Saudi-Reise Menschenrechtsbedenken zur Sprache bringen, räumte aber auch ein, dass das Thema in den Beziehungen keine so große Rolle mehr spiele wie in der Vergangenheit. Saudi-Arabien ist für sein drakonisches Justizsystem und die Behandlung von Frauen bekannt.

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Bundeskanzler Friedrich Merz ist auf einer dreitägigen Golfreise, die zunächst in Saudi-Arabien beginnt und dann nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate führt.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul befürwortete in Australien die Vertiefung der Partnerschaft Berlins mit Canberra bei kritischen Rohstoffen.

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