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Flüsse und Seen Rubrik Region

Bansmeer

Naturidyll in Ostfriesland

Das Bansmeer nahe der Hafenstadt Emden und seine Umgebung sind als Naturschutzgebiet deklariert. Als eines der letzten Binnenmeere in Ostfriesland bietet der naturnahe See mit der reizvollen Umgebungslandschaft einen wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten und hat weit über die Grenzen von Niedersachsen auch internationale Bedeutung.

Lage, Daten und Zahlen zum Bansmeer

Das Bansmeer findet sich etwa 4 km östlich der Hafenstadt Emden und gehört zu deren Verwaltungsgebiet. Es handelt sich um einen 24 ha großen flach eingedeichten Natursee, 600 m lang und 500 m breit, der eine Wasserfläche von ca. 0,24 km und eine durchschnittliche Tiefe von 1 m aufweist. Die tiefste Stelle zeigt sich mit 17 m, was den früheren Sandentnahmen geschuldet ist. Landschaftlich wird er von der Moormarsch am Geestrand der ostfriesischen Geest bestimmt.  

Bansmeer und Umgebung als Naturschutzgebiet

Der See sowie die Umgebungsflächen, die in den Gemarkungen Riepster Hammrich, Riepe, Petkum und Uphusen liegen, bilden seit dem Jahr 1975 mit einer Gesamtfläche von 48 ha ein großes Naturschutzgebiet. Die Verlandungszonen der West- und Südseite sind mit Teichbinsen, schmalblättrigen Rohrkolben und Schilfröhrichten bewachsen und bieten ideale Schutzzonen. Eine facettenreiche Zahl an Sumpf- und Wasservögeln wie Rohrweihe, Teich- und Rohrsänger nutzt das Gebiet als Brut- und Lebensraum. Hinzu kommen Zugvögel aus dem Norden, die hier entweder einen Zwischenstopp einlegen oder aber geschützt überwintern.  

Sowohl das Baden, das Betreten der geschützten Ufer- und Umgebungsgebiete als auch das Befahren des Sees mit Booten sind am Bansmeer nicht gestattet. Mitglieder des Bezirksfischereiverbandes für Ostfriesland e. V. dürfen außerhalb der Schilfgürtel auf der offenen See dem Angelvergnügen vom Ruderboot aus nachgehen. Es werden auch Gastkarten für Nichtmitglieder angeboten. Besonders beliebt ist das Bansmeer bei den Vereinsanglern wegen seines Zanderbestands. Für Spaziergänger und Naturfreunde mit oder ohne Hund finden sich ausgewiesene Wege entlang des Naturschutzgebietes.

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