Torfhaus

Beliebter Tourismusort im Harz

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 01.01.2016

Torfhaus zählt zu den beliebten Tourismusorten im Oberharz. Hier treffen sich Wintersportler und Wanderer und genießen den herrlichen Ausblick auf den Brocken. Torfhaus liegt im Ort Altenau-Schulenburg, der wiederum der Stadt Clausthal-Zellerfeld im Landkreis Goslar zugerechnet wird. Clausthal-Zellerfeld ist für den Wintersport im Harz ein großer Begriff und verfügt über eine Universität. Altenau/Schulenberg und somit auch Torfhaus liegen in 800 Metern Höhe und bilden somit die höchstgelegene Siedlung des Landes Niedersachsen ab. Als direkte Nachbarstadt ist Bad Harzburg zu nennen.

Durch Torfhaus fließt die Radau und formt das idyllische Radautal, das ein beliebtes Wanderziel ist. Mit den „Lerchenköpfen“ findet sich der bekannte Höhenzug des Ortes, auf dem auch die Sendetürme des NDR und der Deutschen Funkturm GmbH errichtet sind.

Zur Geschichte von Torfhaus

Der heutige Ort war im 16. Jahrhundert für den Torfabbau interessant und hat dadurch seinen Namen erhalten. Damals war lediglich eine Straße angelegt, die in die Richtungen Nordhausen und Bad Harzburg führte. Mit einem Forsthaus sowie einer Poststation begann die spärliche Besiedelung des Gebietes, gerade knapp über 20 Einwohner wurden Ende des 19. Jahrhunderts vermerkt. Die amerikanischen Besatzungstruppen zündeten die kleine Siedlung gegen Ende des 2. Weltkrieges in einer Vergeltungsaktion an. Die Wiederaufbauarbeiten begangen 1949. Schon damals war Torfhaus für seinen atemberaubenden Ausblick auf den Brocken bekannt und zog Besucher an.

Touristendestination Torfhaus

Im eigentlichen Sinne ist Torfhaus ein Ortsteil, der auf den Tourismus ausgelegt ist. Hier finden sich in erster Linie Unterkünfte verschiedenster Art für die Wintersportler, Wanderer und Naturfreunde, die aus aller Herren Länder anreisen. Ferienhäuser, Restaurants und Lokalitäten, eine Jugendherberge sowie Skihütten und Parkplätze bestimmen das Bild des idyllischen Ortes. Zu den größten Ferien-Anlagen zählt das Torfhaus Harzresort am Nationalpark-Besucherzentrum und somit mit direkter Sicht auf den Brocken.

Urlauber erreichen den Ort über die B4 aus Richtung Braunschweig und können über diese Bundesstraße auch weitere Ziele wie Bad Harzburg, Nordhausen oder Braunlage erreichen. Ein Fahrzeug ist für den Besuch der angrenzenden Orte und Städte unerlässlich, wenn man sich nicht per pedes oder Drahtesel auf den Weg machen möchte.

Wintersport und Wandern in Torfhaus und Umgebung

Durch die prädestinierte Höhenlage bietet Torfhaus Ski- und Rodelvergnügen pur. Der Torfhauslift „Am Rinderkopf“ ist die Anlaufstelle für rasante Abfahrten, während die Loipen an den Lerchenköpfen die Skilangläufer begeistern. Eine besondere Attraktion im Harz stellt der Rodellift mit Flutlicht dar, der gerade in den frühen Abendstunden des Winters ein einmaliges „Aufstiegsgefühl“ vermittelt. Die Rodelabfahrt ist 300 m lang.

Torfhaus ist ein gefragter Ausgangsort für spannende und anspruchsvolle Wanderungen im Oberharz. Als Tourenziele stehen Brocken, Wurmberg, Achtermannshöhe, die Steile Wand sowie die Orte Altenau/Schulenberg oder Braunlage auf dem umfangreichen Programm. Auch der Goetheweg, der zum Harzer Hexenstieg gehört, gilt als beliebte Wanderstrecke. Das Torfhausmoor sowie die Wildwarte sind ebenfalls Ziele, die angesteuert werden können. Wer lieber mit dem Bike cruist, der findet auch zahlreiche Mountainbike-Trails.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

2009 wurde das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus eröffnet, auf dessen Großparkplatz sich die Gäste gerne sammeln, um einen herrlichen Ausblick auf den Brocken, das Radautal und das Harzvorland zu genießen. Auch Motorradfans, Rennradler und Mountainbiker steuern den Aussichtspunkt zahlreich an. Im TorfHaus erhalten Besucher interessante Informationen über den Nationalpark Harz, die durch Ausstellungsbereiche unterstrichen werden. Die Mitarbeiter des TorfHauses helfen auch bei der Planung von Ausflügen und Wanderungen im Nationalparkgebiet. Vom Besucherzentrum aus starten von Mai bis Oktober zahlreiche geführte Wanderungen verschiedenster Art und nach jedem Geschmack. Auf dem Gelände befindet sich ein Nationalpark-Denkmal aus drei Felsblöcken, die eine Erdkugel einrahmen und damit eine Hommage an die Nationalparks darstellen, um das Erbe der Natur zu bewahren.

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