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Ausflüge & Sehenswürdigkeiten Rubrik Tourismus

Burg Dankwarderode Braunschweig

Ausflug in das Herzog Anton Ulrich Museum

In der Stadtmitte von Braunschweig findet sich eines der wichtigsten Wahrzeichen der Löwenstadt: Die Burg Dankwarderode, als mittelalterlicher Herrschaftssitz von Heinrich dem Löwen, der als Stadtgründer und Stadtförderer gilt, weshalb Braunschweig auch „Die Löwenstadt“ genannt wird. Die Burg ist heute Teil des Herzog Anton Ulrich Museums und wartet mit einer umfangreichen kunsthistorischen Mittelaltersammlung. Sie ermöglicht zudem einen Streifzug durch die Zeit des großen Herrschers, die für die Stadt und im weitesten Sinne auch für die Weltgeschichte von großer Bedeutung war.

Heinrich der Löwe und seine Welfenresidenz

Zu den berühmtesten Vertretern des Welfen-Geschlechts gehörte Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern im 12. Jahrhundert. Er hatte sich Braunschweig als repräsentativen Herrschaftssitz ausgewählt und dort die Burg Dankwarderode erbauen lassen. Jeder kennt auch seinen Vetter Friedrich Barbarossa, der als römischer Kaiser im 12. Jahrhundert regierte.

Heinrich der Löwe gilt als Stadtgründer von Braunschweig, einem lebendigen Großzentrum und mit über 250.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Niedersachsen. Der stolze Löwe, das Wappentier Heinrichs und der Stadt Braunschweig, begrüßt als Bronzeskulptur, die einst vom Herzog auf dem Burgplatz aufgestellt wurde, die Besucher der Burg Dankwarderode, die aus nah und fern anreisen, um sich dem monumentalen Charme und der Faszination des großen Welfenherrschers zu nähern.

Geschichtliche Daten der Burg Dankwarderode

Burg Dankwarderode wurde in der Zeit von 1160 bis 1175 als kaiserliche Pfalz für Heinrich den Löwen auf einer ehemaligen brunonischen Befestigungsanlage errichtet. Über die Bezeichnung Dankwarderode finden sich keine näheren Angaben.

Der Herrschaftspalast orientierte sich architektonisch am Vorbild der Kaiserpfalz Goslar und wurde als Palas (Saalbau) mit Kapelle konstruiert. Direkt an die Burg grenzt der Braunschweiger Dom mit dem Grabmal Heinrich des Löwen an, der früher über einen Zugang durch die Burg erreicht werden konnte. Im 13. Jahrhundert richtete ein schwerer Brand in Braunschweig großen Schaden an, von der auch die Burg betroffen war. Daraufhin erfolgten die Abtragung der Burgmauern im 16. Jahrhundert für den Umbau des Palas im Stil der Renaissance sowie weitere Anbauten und Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte.

Seit 1878 ist die Burg im Besitz der Stadt Braunschweig, die zu dieser Zeit durch verschiedenste Einflüsse nur noch als Burgruine bezeichnet werden konnte. Einem Abriss stellten sich aber die traditionsbewussten Bürger erfolgreich in den Weg. Von 1885 bis 1906 erfolgte die Rekonstruktion der Burg Dankwarderode nach historischen Vorlagen durch den Stadtbaurat Ludwig Winter im Stil der Neoromanik und auf der mittelalterlichen Grundsubstanz. Kernbestandteil der Burg ist der rekonstruierte zweigeschossige Saalbau, der sich in Knappensaal und Rittersaal gliedert.

Ausflugsziel: Burg Dankwarderode als Museumsstandort

Die Burg ist heute einer von zwei Standorten des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig, das zu den ältesten Kunstmuseen in Europa zählt. Es ist benannt nach dem ehemaligen Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg, der ein begeisterter Kunstsammler war und einen hochkarätigen Bestand an Meisterwerken aufbaute, darunter Stücke von Rubens oder Rembrandt. Sowohl diese Schätze, als auch die größte Sammlung italienischer Majolika-Keramik sowie eine reiche Fülle ostasiatischer Kunstwerke sind den Besuchern des Museums zugänglich. Die Burg Dankwarderode beherbergt im Knappensaal die Kunstwerke der Mittelaltersammlung mit Teilen des Welfenschatzes und dem Kaisermantel von Otto IV. sowie den Original-Bronzelöwen, den Heinrich der Löwe seinerzeit hat als Wappentier anfertigen lassen. Auf dem Vorplatz der Burg befindet sich eine detailgetreue Kopie der Skulptur. Eindrucksvoll präsentiert sich der aufwendig restaurierte Rittersaal mit prachtvollen Säulen, Kronleuchtern und herrlichen Wandmalereien.

Foto: Clipdealer

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