Das Schnarchmuseum in Alfeld-Langenholzen

Ausstellung rund um das Schnarchen

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 06.04.2018
Schnarchmuseum

In der niedersächsischen Stadt Alfed an der Leine, die zum Landkreis Hildesheim gehört, findet sich im Ortsteil Langenholzen ein Museum, das sich mit einem großen Gesundheitsproblem befasst - dem Schnarchen. Das Schnarchmuseum ist ein ganz besonderes Ausflugsziel.

Schnarchen - ein uraltes Problem

Solange es Menschen gibt, begleitet sie das Schnarchen. Zu den berühmtesten und ältesten Schnarchern gehörte der griechische Gott Dyonisus. Erst im 18. Jahrhundert kam das Thema durch eine Dissertation an die Öffentlichkeit, es folgten Untersuchungen, Forschungsarbeiten, die Entwicklung von Hilfsmitteln aller Art. Ein hundertprozentiges Sofortmittel gibt es bis heute nicht gegen das ungesunde Schnarchen, aber zahlreiche Ansätze, die Erfolg versprechen.

Im weltweit einzigartigen Alfelder Schnarchmuseum tauchen Besucher in die Geschichte des Schnarchens ein, bestaunen Exponate der frühen Entwicklungsphasen und lernen auch die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiet der gesunden Schlafhygiene kennen.

Wie das Schnarchmuseum entstanden ist

Einer, der sich bestens auskennt mit der Problematik des Schnarchens, ist Professor Josef A. Wirth - Internist, Schlafforscher und Experte der Schlafmedizin, der in Alfeld auch ein Institut für Schlafdiagnostik und Therapie leitet. Im Rahmen der Expo gründete er das private Schnarchmuseum mit heute weit über 400 gesammelten Exponaten aus aller Welt, die zeigen, wie sehr dieses Thema die Menschen seit jeher und immer noch beschäftigt.

Schnarchmuseum: die ganze Welt des Schnarchens

Der Rundgang durch die zahlreichen Ausstellungsräume in der Rabentalstraße ist ein Erlebnis und gleichzeitig eine unterhaltsame Art, sich mit dem Schnarchen näher auseinanderzusetzen. Unglaublich, mit welchen Konstruktionen sich die Menschen in den ersten Entwicklungsjahren der Hilfsmittel gegen das Schnarchen zu helfen versuchten. Selbst die historischen Gerätschaften zeigten ihre Wirkung, wenn auch nicht unbedingt die gesündeste, weil man dadurch erst gar nicht zum Schlafen kam.

Hier finden sich neben den einfachen und harmlosen Problemlösern wie Nasenklemmen, Nasenpflaster, Prothesen, Kinngurte, Brillen, Tropfen und Mundwässerchen auch Konstrukte, die an Gasmasken und Taucherausrüstungen, gar an die bizarre Maske von Hannibal Lector aus dem Film „Das Schweigen der Lämmer“ erinnern. Spannend ist die Kanonenkugeltheorie, die ihre Praxisanwendung bei Soldaten fand. Eine in die Uniformrückseite eingenähte Kanonenkugel sollte das Schlafen auf dem Rücken und somit das Schnarchen verhindern.

Viele frühe Ansätze sind mitunter gewöhnungsbedürftig, aber durchaus intelligent und hilfreich, wobei es nicht unbedingt eine Kanonenkugel sein muss, die von der Rückenschlaflage abhält. Aber auch die Objekte der Geldmacherei, ohne Sinn und Nutzen, sind im Schnarchmuseum ausgestellt. Das breite Spektrum erstreckt sich von den Anfängen im 18. Jahrhundert bis zu den neuesten Forschungsansätzen und therapeutischen Anti-Scharchgeräten (CPAP), die beim Schlafapnoesyndrom zum Einsatz kommen. Dazu gibt es weitreichendes Begleitmaterial in Form von Anzeigen, Veröffentlichungen und interessanten Artikeln zur Schlafforschung.

Schnarchen raubt nicht nur dem Bettpartner den letzten Nerv, auch für den Betroffenen kann es gefährlich werden, wenn es zu Atemaussetzern, der so genannten Schlafapnoe, kommt. Das Museum ist ein besonderer Ort, um sich dem eigenen Schnarchen mehr zu widmen oder der Sache auf den Grund zu gehen.

Adresse & Öffnungszeiten des Schnarchmuseum

Schnarchmuseum Langenholzen
Rabentalstraße 1
31061 Alfeld-Langenholzen
Tel. 05181 829187
http://www.schnarchmuseum.de

Öffnungszeiten: Mi, Sa, So von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.