Nachrichten aus Deutschland: SPD drängt auf Neuausrichtung der US-Beziehungen inmitten der Trump-Ära

von Otto Hofmann
2 Minuten Lesedauer
  • Deutschlands jüngster Koalitionspartner sagt, dass Trumps Vorgehen das Vertrauen in Washington als verlässlichen Verbündeten untergräbt
  • Vizekanzler Lars Klingbeil argumentiert, Europa müsse mehr politische und wirtschaftliche Stärke aufbauen und gleichzeitig Partnerschaften anbieten
  • In Deutschland sind die Meldungen über betrügerische Anrufe, SMS und Nummernmissbrauch zurückgegangen
  • Die Behörden verweisen auf stärkere Warnsysteme, gesperrte missbräuchliche Nummern und eine Änderung der Taktik der Kriminellen

Hier sind diese und weitere Schlagzeilen aus Deutschland vom Sonntag, 8. Februar 2026:

Deutschland und die Europäische Union müssen ihr Verhältnis zu den USA grundsätzlich überdenken, fordert die Mitte-Links-Sozialdemokratische Partei (SPD), da das Vorgehen von Präsident Donald Trump Zweifel an der Verlässlichkeit Washingtons als Partner und Verbündeter aufkommen lässt.

Die Partei, die das Nachwuchskoalitionsmitglied in der konservativ geführten Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz ist, argumentiert in einem Grundsatzpapier, das vom SPD-Vorstand verabschiedet werden soll, dass Deutschland eine realistische Neubewertung der transatlantischen Beziehungen vornehmen müsse.

Seit der letzten großen außenpolitischen Positionierung im Dezember 2023 habe sich die geopolitische Lage verändert, sagt die SPD und weist darauf hin, dass die Beziehungen zu den USA unter Präsident Joe Biden immer noch von einer tiefen gemeinsamen Wertebasis geprägt seien. Allerdings habe Trumps Führung diese Zuverlässigkeit in Frage gestellt.

SPD-Chef Lars Klingbeil, deutscher Finanzminister, sagte, die spürbare Abkehr der US-Regierung von Bündnissen unter Trump sei nun Realität und sagte der deutschen Nachrichtenagentur DPA, Europa solle Partnerschaft anbieten, aber auch seine eigene Stärke aufbauen.

Klingbeil, der auch deutscher Vizekanzler ist, sagte, er wolle ein politisch und wirtschaftlich starkes Europa, ein attraktives Zentrum und einen verlässlichen Partner für andere Regionen. Er fügte hinzu, dass Deutschland gemeinsam mit Frankreich und anderen europäischen Ländern Fortschritte mache.

Er propagierte außerdem das „Buy European“-Prinzip und argumentierte, dass europäische Produkte in Bereichen wie der Verteidigung bevorzugt werden sollten, um die Unabhängigkeit zu stärken und Arbeitsplätze in Deutschland und ganz Europa zu schützen.

Guten Tag aus der DW-Redaktion hier in Bonn. Seien Sie dabei, wenn wir Ihnen die neuesten Nachrichten bringen, die Schlagzeilen über Deutschland machen.

Die Mitte-Links-Sozialdemokraten in Deutschland fordern eine realistische Neubewertung der transatlantischen Beziehungen und argumentieren, dass der Ansatz von Präsident Donald Trump Zweifel an der Zuverlässigkeit Washingtons als Verbündeter geweckt habe.

Der Vorsitzende der Partei, Lars Klingbeil, sagte, Europa müsse seine eigene politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken und gleichzeitig Partnerschaften anbieten. Klingbeil ist derzeit Deutschlands Vizekanzler und Finanzminister.

Bleiben Sie bei uns und erfahren Sie diese und weitere Neuigkeiten vom Sonntag, dem 8. Februar.

Entdecken Sie mehr Themen