Nachrichten aus Deutschland: Berlin veröffentlicht Bericht über versteckte Gewalt

von Otto Hofmann
2 Minuten Lesedauer
  • Die Bundesregierung hat ihre erste Studie zu Gewalt, die nicht zur Anzeige kommt, vorgelegt
  • Deutschland ist in internationalen Transparenzrankings aufgestiegen, während andere große Demokratien einen Rückgang verzeichnen
  • Mit Ausnahme eines Bundeslandes streiken die Gewerkschaften in allen Bundesländern und fordern Lohnerhöhungen

Hier können Sie die neuesten Schlagzeilen aus Deutschland vom Dienstag, 10. Februar, verfolgen:

Eine Studie zu versteckter Gewalt in Deutschland zeigt, dass nur ein Bruchteil der sexuellen Übergriffe gegen Frauen tatsächlich angezeigt wird.

Die sogenannte „Dunkelfeld“-Studie beantwortet einige Fragen, die in der jährlich veröffentlichten Kriminalstatistik nicht abgedeckt werden, da diese nur polizeilich angezeigte Straftaten umfasst.

Es wird versucht, das wahre Ausmaß der Kriminalität aufzudecken, da beispielsweise aus Scham oder Misstrauen nicht alle Straftaten angezeigt werden.

Die Daten dieser Studie zeigen beispielsweise, dass Frauen zwar deutlich häufiger Opfer sexueller Übergriffe werden, diese Straftaten jedoch seltener anzeigen als Männer.

Die Meldequote für weibliche Opfer dieser Straftaten, zu denen Vergewaltigungen und andere nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen gehören, liegt bei lediglich 3 %.

Der Studie zufolge berichten männliche Opfer in 14,5 % der Fälle über solche Übergriffe. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass die Meldequote bei Männern aufgrund der geringen Fallzahlen mit Messungsungenauigkeiten behaftet ist.

Deutschland hat seine Platzierung im jährlichen Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International verbessert, was jedoch vor allem auf den Rückgang anderer Länder zurückzuführen ist.

Im Index 2025, der Länder und Gebiete danach bewertet, wie sie sich vor Korruption im öffentlichen Sektor schützen, belegt das Land den 10. Platz von 182 Ländern.

Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Aufstieg um fünf Plätze. Dänemark bleibt mit der geringsten wahrgenommenen Korruption an erster Stelle.

Lesen Sie hier mehr über den Index.

Am Dienstag sind in mehreren Bundesländern kurzfristige „Warnstreiks“ an Universitätskliniken, Hochschulen, Kitas und Schulen geplant.

Fast im gesamten Bundesgebiet sind Arbeitsniederlegungen geplant – mit Ausnahme des Bundeslandes Hessen.

Auch im westlichen Bundesland Nordrhein-Westfalen müssen fünf Tunnel vorübergehend gesperrt werden, da sich auch Mitarbeiter in der Leitwarte der landeseigenen Betriebsgesellschaft an den Aktionen beteiligen wollen.

Geplant sind Kundgebungen, bei denen die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat fordern.

Die Verhandlungen finden am Mittwoch statt – wahrscheinlich zum letzten Mal in dieser Lohnverhandlungsrunde.

Guten Tag aus der DW-Nachrichtenredaktion in Bonn.

Sie sind dabei, wenn die Bundesregierung eine Studie zur Häufigkeit von Gewaltvorfällen vorlegen wird, die nicht in der offiziellen Kriminalstatistik auftauchen.

Die Studie untersucht alle Formen von Gewalt, wobei der Schwerpunkt auf Paargewalt, sexueller Gewalt und digitaler Gewalt liegt.

Darüber hinaus werden die Unterschiede in den Gewalterfahrungen von Frauen und Männern beleuchtet.

Verfolgen Sie diese und andere Schlagzeilen rund um Deutschland ab Dienstag, den 10. Februar.

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