Berliner Clubs haben Probleme, da der Getränkeverkauf zurückgeht und die Kosten steigen

von Otto Hofmann
3 Minuten Lesedauer

Berlins weltberühmte Clubszene ist nach wie vor sehr gefragt, doch die Veranstaltungsorte haben zunehmend Schwierigkeiten, aus überfüllten Tanzflächen nachhaltige Geschäfte zu machen.

Eine große Umfrage wurde am Freitag veröffentlicht fanden heraus, dass sich die Clubeinnahmen dramatisch weg von Getränken und hin zu Eintrittsgeldern verlagert haben.

Was ist mit den Berliner Clubs passiert?

Die Verschiebung spiegelt die veränderten Nachtlebensgewohnheiten seit 2017 wider, als rund 60 % der Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken stammten und nur 21 % aus Eintrittsgeldern.

Heutzutage macht der Ticketverkauf 59 % des Umsatzes aus, während Essen und Trinken nur 20 % erwirtschaften.

„Die Menschen planen ihre Clubnächte bewusster, bleiben kürzer und trinken weniger“, heißt es in dem Bericht, der ersten umfassenden Branchenstudie seit 2019.

Rund 73 % der Befragten gaben an, dass der Alkoholkonsum zurückgegangen sei, während 60 % von einer steigenden Nachfrage nach alkoholfreien Getränken berichteten und 57 % von kürzeren Aufenthalten der Gäste berichteten.

Gleichzeitig steigen die Kosten.

Als größte Belastung nannten 64 % der Befragten die Personalkosten, 62 % die Betriebskosten, 60 % die sinkende Kaufkraft der Kunden und 54 % Mieten und Pachten.

Etwa 85 % der befragten Clubs gaben an, dass der finanzielle Druck ihre Veranstaltungsprogramme bereits veränderte.

Ist es lukrativ, einen Berliner Club zu leiten?

Die Nachfrage ist weiterhin stark: 83 % der Clubs und Veranstalter berichten von Auslastungsraten von mindestens 50 % und rund ein Drittel von mehr als 75 %.

Aber weniger Veranstaltungsorte verdienen genug Geld, um ihre Kosten zu decken.

Im Jahr 2017 waren 79 % mindestens ausgeglichen. Bis 2025 war dieser Wert auf 61 % gesunken.

Etwa 39 % beendeten das Jahr im Minus, verglichen mit 21 % im Jahr 2017.

Auch die Zahl kleinerer Betreiber ist stark gestiegen. Etwa 45 % erwirtschaften mittlerweile einen Jahresumsatz von weniger als 100.000 € (115.595 $), verglichen mit 16 % im Jahr 2017.

Ein weiteres großes Problem bleibt die langfristige Unsicherheit. Nur 8 % der Betreiber sind Eigentümer ihrer Veranstaltungsorte, während 31 % Miet- oder Pachtverträge mit einer Laufzeit von weniger als fünf Jahren haben.

Wie passen sich die Vereine an?

Etwa 23 % der Befragten gaben an, dass sie erwägen, ihr Unternehmen innerhalb der nächsten 12 Monate zu schließen. Seit 2020 haben mindestens 24 Club- und Kulturstätten geschlossen, aber rund 25 neue eröffnet.

Viele Veranstaltungsorte haben sich bereits an den Druck angepasst.

Etwa 67 % haben die Getränkepreise erhöht, 47 % haben die Eintrittspreise erhöht und 39 % haben den Privatverleih ausgeweitet.

Die Clubkommission fordert die Öffnung öffentlicher Gebäude für das Nachtleben, eine verlässlichere langfristige Finanzierung, eine formelle Anerkennung von Clubs als Kulturstätten und bessere Arbeitsbedingungen.

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Herausgegeben von: Sean Sinico

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