Tipps zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Absicherung bei schweren Beeinträchtigungen

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 09.03.2018
Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit Eintritt in das Berufsleben gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zu den wichtigsten freiwilligen Versicherungen, die jeder, der nach 1961 geboren wurde, haben sollte.

Die Statistik zeigt, dass viele Arbeitnehmer im Laufe der beruflichen Tätigkeit berufsunfähig werden. Der Staat zahlt nur noch eine Erwerbsunfähigkeitsrente, wenn der Betroffene keine Tätigkeit (weniger als 3 Stunden pro Tag) mehr ausüben kann. Wenn er noch 3 – 6 Stunden irgendeine Tätigkeit (es muss unabhängig von der Qualifizierung alles angenommen werden) ausüben kann, erhält man 50 Prozent der Rente und bei über 6 Stunden gar nichts. Dabei beträgt eine volle Erwerbsunfähigkeitsrente nur ca. 30 – 35 Prozent vom letzten Bruttolohn.

Braucht man eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wenn die Laufzeit der Berufstätigkeit weniger als drei Jahre war, gibt es auch diese Absicherung nicht. Im Leistungsfall kann das für eine Familie ohne Berufsunfähigkeitsversicherung schwerwiegende finanzielle Folgen haben. Besteht dagegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung, bei der das Verweisrecht auf andere Tätigkeiten ausgeschlossen ist, tritt der Leistungsfall ein, wenn die Berufsunfähigkeit ärztlich bescheinigt wurde.

Deshalb sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung unmittelbar mit dem Eintritt in das Berufsleben abgeschlossen sein und bis zum Eintritt in das Rentenalter laufen. Wichtig ist auch, der Verzicht auf eine abstrakte Verweisung, damit der Versicherer im Leistungsfall nicht auf einer anderen Tätigkeit bestehen kann.

Gewerbetreibende und Selbständige sollten darauf achten, dass im Leistungsfall vom Versicherer nur Maßnahmen zur Umgestaltung der Firma gefordert werden können, die angemessen sind. Eine klare Definition ist dabei sinnvoll, damit die geforderte Veränderung finanziell und auch persönlich zumutbar bleibt.

Die Beitragshöhe ist im Vergleich zu den möglichen finanziellen Folgen eher gering, unterscheidet sich allerdings nach der ausgeübten Tätigkeit. Auch das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand des Antragstellers beeinflussen die Beitragshöhe.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist oft sehr kostengünstig, wenn sie in Kombination mit einer anderen Versicherung abgeschlossen wird. Hier ist die Koppelung mit einer Kapitallebensversicherung sehr oft anzutreffen. Der Versicherungsnehmer muss hierbei beachten, dass bei Ablauf der Lebensversicherung, oder Abbruch (z. B. wegen Arbeitslosigkeit), auch die Berufsunfähigkeitsversicherung endet und der Neuabschluss im Alter teuer werden kann.er Privathaftpflichtversicherung die wichtigste Versicherung überhaupt!

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