Deutlicher R├╝ckgang der Arbeitslosigkeit

Konjunkturerholung sorgt im April f├╝r Neueinstellungen

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 29.04.2010
R├╝ckgang der Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist deutlich gesunken. Im April waren 310.558 Menschen in Niedersachsen arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Quote bei 7,8 Prozent. Gegen├╝ber dem Vorjahresmonat ist die Zahl um 0,3 Prozentpunkte niedriger. Zum Vormonat M├Ąrz ging die Zahl sogar um knapp 15.000 oder um 0,4 Prozentpunkte zur├╝ck.

Mit dieser deutlichen Verbesserung erreicht der saisonbedingte R├╝ckgang wieder das Niveau der Zeit vor der Finanz- und Konjunkturkrise. Der Trend aus M├Ąrz 2010 setzt sich also fort und sowohl die Zahl der Stellenmeldungen als auch die Besch├Ąftigtenzahlen stiegen weiter an. Klaus Stietenroth, Vorsitzender der Gesch├Ąftsf├╝hrung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, warnte dennoch: ÔÇ×Die f├╝r einen April au├čerordentlich erfreuliche Entwicklung darf nicht dar├╝ber hinwegt├Ąuschen, dass die Folgen der Wirtschaftskrise noch nicht ├╝berwunden sind. Kurzarbeit wirkt sich weiterhin d├Ąmpfend auf die Arbeitslosenzahlen aus. Au├čerdem beruht ein Teil des ungew├Âhnlich hohen R├╝ckgangs der Erwerbslosenzahl auf Nachholeffekten: Witterungsabh├Ąngige Betriebe holen nach dem Ende des kalten und langen Winters Neueinstellungen nach, die in fr├╝heren Jahren h├Ąufig schon im M├Ąrz vorgenommen wurden.ÔÇť Verst├Ąrkend wirken der einsetzende Konjunkturaufschwung und die damit verbundene Belebung des Stellenmarktes. ÔÇ×Insbesondere in der Zeitarbeit, aber auch im verarbeitenden Gewerbe und in der Baubranche ziehen die Stellenmeldungen der Unternehmen gegen├╝ber dem Vorjahr deutlich anÔÇť, erkl├Ąrte Stietenroth.

Als Folge der Konjunkturbelebung und den damit zusammenh├Ąngenden Neueinstellungen stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch├Ąftigten gegen├╝ber dem Vorjahr leicht an. Dabei legten besonders die Wirtschaftsbereiche Arbeitnehmer├╝berlassung (+8,9 Prozent), Erziehung und Unterricht (+7,7 Prozent), und Gesundheits- und Sozialwesen (+3,6 Prozent) zu. Den gr├Â├čten Besch├Ąftigungsr├╝ckgang gegen├╝ber dem Vorjahr verzeichnete das verarbeitende Gewerbe mit einem Minus von 3,5 Prozent.

Besonders erfreulich: Jugendliche unter 25 Jahren profitieren von der positiven Entwicklung. Gegen├╝ber dem Vorjahr ist die Zahl der j├╝ngeren Arbeitslosen damit um knapp zehn Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote lag hier im April bei 6,9 Prozent. Weniger erfreulich ist, dass die Zahl der Arbeitslosen bei den Agenturen f├╝r Arbeit deutlich zur├╝ckgehen, hingegen die Zahl bei Tr├Ągern der steuerfinanzierten Grundsicherung (Jobcenter u. ├Ą.) fast konstant geblieben ist. Hier gab es nur einen R├╝ckgang um 1.464 Personen auf 205.999, das sind zwei Drittel aller als arbeitslos gef├╝hrten Personen.

Die gesamte Unterbesch├Ąftigung lag im April bei 418.941 Personen. Mit diesen Zahlen erfasst die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen zus├Ątzlich zu den Arbeitslosen auch Personen, die nicht zur Arbeitslosenstatistik gerechnet werden, aber dennoch ohne Besch├Ąftigung sind. Dazu z├Ąhlen Menschen in Arbeitsmarktma├čnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsma├čnahmen, Gr├╝ndungszuschuss, Altersteilzeit und andere. Ausgenommen sind Kurzarbeiter.

 

Foto: Agentur f├╝r Arbeit

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