Deutschland: Dänischer Staatsbürger wegen mutmaßlicher Iran ausspioniert

von Otto Hofmann
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Ein dänischer Staatsbürger wurde wegen des Verdachts des Spionierens für den Iran festgenommen, teilten die deutschen Staatsanwälte am Dienstag mit.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es das mutmaßliche Ziel des Mannes, Informationen über jüdische Stätten und Einzelpersonen in Berlin zu sammeln.

Was wissen wir über das mutmaßliche Spionieren?

Der Mann hat angeblich im Juni 2025 drei Immobilien ausspioniert, wobei er sich auf weitere Geheimdienstaktivitäten vorbereitete, möglicherweise Terroranschläge auf jüdische Ziele, so die Staatsanwaltschaft.

In der Erklärung wurde nicht die beteiligten Websites und Einzelpersonen angegeben, obwohl ein Bericht des deutschen Magazins Der Spiegel Der Verdächtige machte Fotos von Häusern, einschließlich des Hauptquartiers der deutschen israelischen Gesellschaft (DIG), einer Deutschland-weiten Organisation, die die Beziehungen zu Israel fördert.

In dem Bericht heißt es auch, dass der Mann Befehle von der Quds Force erhalten habe, den Überseearm der Revolutionswächter, der militante Gruppen unterstützt, die als terroristische Organisationen in Deutschland wie die Hamas und die Hisbollah sowie die Houthis im Jemen eingestuft wurden.

Die Staatsanwälte sagten, der Mann habe „eine Anordnung eines iranischen Geheimdienstdienstes erhalten, um Informationen über jüdische Orte und spezifische jüdische Personen in der deutschen Hauptstadt zu sammeln.

In Übereinstimmung mit dem deutschen Datenschutzgesetz wurde der Mann nur als Ali S. identifiziert, als seine Verhaftung in der dänischen Stadt Aarhus in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei nach Angaben der Staatsanwaltschaft stattfand.

Die iranische Botschaft hat noch nicht auf die Vorwürfe reagiert.

Ein Polizeiauto, das vor der Synagoge in Gelsenkirchen geparkt ist
Polizeiautos parken oft vor jüdischen Institutionen in Deutschland, wie hier in der Synagoge in der westlichen Stadt Gelsenkirchen.

Was ist die Sicherheitslage für jüdische Stätten in Deutschland?

Während der Waffenstillstand zwischen dem Iran und Israel zu halten scheint, glauben westliche Geheimdienste, dass der Iran immer noch versucht, Angriffe gegen jüdische und israelische Ziele in westlichen Ländern durchzuführen.

In Deutschland, wo jüdische Stätten aufgrund der Befürchtung von Angriffen oft durch ständige Polizeipräsenz bewacht werden, wurde die Sicherheit nach dem Krieg zwischen Israel und dem Iran weiter gestärkt.

Deutschland ist einer der engsten Verbündeten Israels, während seine Beziehungen zum Iran ziemlich angespannt sind.

Im Oktober 2024 wurden alle drei iranischen Konsulate in Deutschland als Reaktion auf die iranische Hinrichtung des iranischen Gefangenen Jamshid Sharmahd geschlossen und die iranische Botschaft in Berlin als Teherans einzige offizielle Vertretung im Land zurückgelassen.

Herausgegeben von: Saim Dušan Inayatullah

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