Die deutsche Bundesanwaltschaft hat am Freitag Anklage gegen sieben mutmaßliche Mitglieder der militanten islamistischen Gruppe Hamas erhoben.
Die Männer planten angeblich einen tödlichen Angriff auf israelische oder jüdische Ziele in Deutschland oder Österreich.
Was sind die Gebühren?
Den Männern werden Beihilfe zur Waffenbeschaffung, Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation und Beteiligung an der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die in den vergangenen Monaten im In- und Ausland festgenommenen Tatverdächtigen bereits einen konkreten Anschlagsplan verfolgten.
Den Männern wird vorgeworfen, bei der Beschaffung von Waffen und Munition für einen Angriff gegen Vertreter Israels, Juden oder als Pro-Israel geltende Personen mitgeholfen zu haben.
Die Verschwörung wurde angeblich im Juli 2025 konkretisiert und sollte am zweiten Jahrestag der Hamas-Angriffe auf Israel am 7. Oktober 2023 stattfinden.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat einer der Verdächtigen im Vorfeld ein Video aufgenommen, in dem er sich zur Verantwortung bekannte und den geplanten Anschlag im Namen der Hamas ankündigte.
Gegen alle sieben Männer wird außerdem Waffenbesitz angeklagt, drei werden zusätzlich Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen.
Welche Waffen wurden angeblich beschafft?
Als drei der Verdächtigen am 1. Oktober 2025 in Berlin festgenommen wurden, hatte die Gruppe nach Angaben der Staatsanwaltschaft Folgendes erlangt:
- ein funktionierendes vollautomatisches Gewehr
- 13 funktionierende Handfeuerwaffen
- mehr als 700 Schuss Munition
Ein Teil des Arsenals wurde angeblich von einem anderen Verdächtigen, gegen den gesondert vorgegangen wird, nach Wien verbracht und dort gelagert.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gehörten alle sieben der Hamas und mehrere wurden von hochrangigen Hamas-Funktionären mit der Sicherstellung der Waffen beauftragt.
Die Verdächtigen wurden zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 festgenommen und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.
Ein weiterer mutmaßlicher Teilnehmer, Mohammed A., wurde auf Ersuchen deutscher Behörden am 3. November 2025 in London festgenommen.
Er wurde noch nicht nach Deutschland überstellt und wird gesondert strafrechtlich verfolgt.
