Deutschland: Friedrich Merz kündigt eine Kabinettsumbildung an

von Otto Hofmann
2 Minuten Lesedauer

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Freitagmorgen eine Kabinettsumbildung angekündigt.

Carsten Linnemann, bisher Generalsekretär von Merz‘ konservativer Christlich-Demokratischer Union (CDU), wird Nina Warken als Gesundheitsministerin ablösen.

In der Zwischenzeit wird Warken nach einer kürzlich vakanten Stelle der neue Stabschef der Kanzlerin. Sie ist die erste Frau, die diesen Job innehat.

„Die personellen Veränderungen folgen einer klaren Linie“, sagte Merz. „Wir wollen eine Regierung, die mit viel Elan und Freude arbeitet und auch die persönliche Vielfalt unserer Gesellschaft und Politik vertritt. Wir sind eine Reformregierung und wollen das auch weiterhin zeigen.“

An der Pressekonferenz nahm auch Philipp Amthor teil, der als neuer Landesminister von Merz für die Beziehungen der Bundesregierung zu den 16 Bundesländern zuständig ist.

Merz sagte, er werde in naher Zukunft weitere Veränderungen im Kabinett bekannt geben. Diese Entscheidungen würden „noch ein paar Tage und vielleicht noch mehr Zeit in Anspruch nehmen“, sagte er.

Deutsche Boulevardzeitung Bild gesondert ausgewiesen Verkehrsminister Patrick Schnieder würde zurücktreten, obwohl Merz sich in seiner Pressekonferenz am Freitagmorgen nicht zu diesem Ressort äußerte.

Mehrere deutsche Medien haben zudem CDU-Schatzmännin Franziska Hoppermann als neue Generalsekretärin der Partei vorgeschlagen.

Rücktritt fordert Neubesetzung

Die Ankündigung vom Freitag erfolgte, nachdem der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn am vergangenen Wochenende wegen einer Leihmutterschaftskontroverse zurückgetreten war.

Spahn hatte bekannt gegeben, dass er mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sei. Ihm wurde Heuchelei vorgeworfen, weil Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und die CDU wiederholt für dieses Verbot gestimmt hat.

Merz ernannte am Mittwoch seinen bisherigen Stabschef Thorsten Frei zum Nachfolger und nutzte diese Gelegenheit am Freitag für weitere Veränderungen.

Die Beliebtheit der Kanzlerin ist auf ein Tiefstniveau gesunken, während Europas größte Volkswirtschaft weiterhin jahrelange Stagnation erlebt.

Bearbeitet von: Saim Dušan Inayatullah

Lassen Sie nicht zu, dass der Algorithmus die Nachrichten verbirgt. Wenn Sie sich bei der vertrauenswürdigen Berichterstattung auf unser Team verlassen, nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit und wählen Sie uns als Ihre bevorzugte Quelle bei Google aus Klicken Sie hier und klicken Sie auf die Schaltfläche „Stern“ oder „Bevorzugt“, damit Sie unsere verifizierten Nachrichten immer zuerst sehen.

Entdecken Sie mehr Themen