Deutschland will Waffenembargo gegen Israel teilweise aufheben

von Otto Hofmann
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Die Bundesregierung gab am Montag bekannt, dass sie die teilweise Aussetzung der Waffenlieferungen an Israel für den Einsatz in Gaza beendet.

„Die Regierung begrüßt den Waffenstillstand in Gaza, der am 10. Oktober in Kraft getreten ist und sich in den letzten Wochen stabilisiert hat“, sagte Sprecher Stefan Kornelius.

„Die Regierung prüft Waffenexporte wieder im Einzelfall und wird auf weitere Entwicklungen reagieren“, fügte Kornelius hinzu.

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte im August angesichts der hohen Zahl von Zivilisten, die durch israelische Angriffe getötet wurden, eine teilweise Einstellung der Waffenlieferungen an.

Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas wurde regelmäßig verletzt, wobei seit dem 10. Oktober Hunderte Palästinenser durch israelische Angriffe getötet wurden.

Die Aussetzung der Waffenexporte nach Israel, die kritisiert wurde, weil sie nicht alle Waffenexporte umfasste, wird am 24. November aufgehoben.

Warum hat Deutschland Waffenverkäufe an Israel ausgesetzt?

Die ursprüngliche Aussetzung markierte einen großen Wandel in der Haltung Deutschlands gegenüber Israel, da Berlin traditionell einer der engsten und unterstützendsten Verbündeten Israels ist.

Nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober steigerte Deutschland seine Waffenexporte nach Israel, geriet jedoch aufgrund der steigenden Zahl ziviler Todesopfer in Gaza zunehmend unter internationalen Druck, Israel zu unterstützen.

Angesichts der zunehmenden Verurteilung des aggressiven Vorgehens Israels im Gazastreifen und nur wenige Tage vor einer geplanten neuen Bodenoffensive änderte Deutschland seinen Kurs und erklärte, es stoppte die Lieferung von Waffen für den Einsatz in Gaza.

Nicht alle Lieferungen wurden gestoppt, und im darauffolgenden Monat erhielt militärische Ausrüstung im Wert von mindestens 2,46 Millionen Euro (rund 2,85 Millionen US-Dollar) die staatliche Genehmigung. Dies war jedoch deutlich weniger als die 250 Millionen Euro, die zwischen dem 1. Januar und dem 8. August 2025 für den Export genehmigt wurden.

Herausgegeben von: Elizabeth Schumacher

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