Kölner Behörden finden Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Park

von Otto Hofmann
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Die Behörden der westdeutschen Stadt Köln veranlassten die Entschärfung einer nicht explodierten Bombe, die in einem Park im Südwesten der Stadt ausgegraben wurde.

Die in Großbritannien hergestellte Zehn-Zentner-Bombe (entspricht etwa 450 Kilo) mit einem nach hinten zündenden Zünder musste nach Angaben der Stadtverwaltung sofort entschärft werden.

„Zu diesem Zweck muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden“, teilte die Stadt mit, vor Ort waren die Bombenentschärfungseinheiten des Landes NRW und städtische Ordnungshüter vor Ort.

„Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom Bombenentschärfungsdienst auf einen Radius von 500 Metern festgelegt. Von der Evakuierung werden etwa 8.400 Menschen betroffen sein. Wann genau die Bombe entsorgt wird, steht noch nicht fest“, teilten die Behörden am Donnerstagnachmittag mit.

In der Nähe einer örtlichen Schule im Stadtteil Lindenthal wurde eine Notunterkunft eingerichtet.

Regelmäßiges Vorkommen in Köln, einem der frühesten Großziele in Deutschland

Solche Bombenentschärfungseinsätze sind in Köln weit verbreitet, der jüngste dieser Art fand genau eine Woche zuvor, am 27. November, statt.

Die Stadt war während des Krieges ein wichtiger Industrie-, Kultur- und Knotenpunkt für Nazi-Deutschland. Es war auch eines der sinnvolleren Ziele für Bombenangriffe vom britischen Festland aus, während Deutschland vor den Landungen am D-Day 1944 Frankreich, Belgien und die Niederlande besetzte.

Mit ihrer Lage im Westen Deutschlands und etwas näher im Norden als im Süden war sie eine der größeren Städte weiter im Landesinneren – abgesehen von den am besten erreichbaren nördlichen Häfen wie Hamburg –, die sich in Reichweite der Bomber des frühen Zweiten Weltkriegs befanden und deren Besatzungen etwas weniger Risiken eingingen, als sie über Flugabwehranlagen flogen.

Köln war das Ziel des ersten der „tausend Bomberangriffe“, die die britische Royal Air Force im Sommer 1942 in der Nacht vom 30. auf den 31. Mai durchführte. Das Bombardement machte bekanntermaßen einen großen Teil der Kölner Innenstadt dem Erdboden gleich, während der berühmte Dom am Rheinufer fast vollständig verfehlt wurde.

Ein Luftbild aus dem Jahr 1945 der zerstörten Kölner Innenstadt am Ende des Zweiten Weltkriegs.
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Innenstadt, ebenso wie die zentrale Rheinbrücke, weitgehend zerstört

Herausgegeben von: Sean Sinico

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