Italien stimmt der Auslieferung des Nord-Stream-Verdächtigen an Deutschland zu

von Otto Hofmann
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Der Oberste Kassationsgerichtshof Italiens bestätigte ein Urteil einer Vorinstanz, wonach ein in Deutschland wegen des Verdachts der Sabotage der Nord-Stream-Gaspipelines gesuchter ukrainischer Staatsangehöriger ausgeliefert werden kann.

Der Anwalt des Verdächtigen gab die Entscheidung am Mittwochabend bekannt.

Die Pipelines wurden im September 2022, mehrere Monate nach der umfassenden Invasion Russlands in der Ukraine, außer Betrieb gesetzt.

Der 49-Jährige, identifiziert als Serhii K., sitzt seit Sommer in Untersuchungshaft und sein Anwalt teilte am 31. Oktober mit, er habe aus Protest einen Hungerstreik begonnen.

In einem ähnlichen Fall blockierte ein polnisches Gericht letzten Monat die Auslieferung eines weiteren ukrainischen Staatsbürgers mit der Begründung, es fehle an Beweisen und stellte die Zuständigkeit in dem Fall in Frage.

Die Sabotage an Pipelines, die von Russland nach Deutschland durch die Ostsee verlaufen und bei denen die Eigentumsverhältnisse zwischen Russlands Gazprom und europäischen Energiekonzernen aufgeteilt waren, fand in deutschen Gewässern nicht statt.

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