Nachrichten aus Deutschland: COVID, Russland und Trump treffen die Wirtschaft hart

von Otto Hofmann
2 Minuten Lesedauer
  • Laut Experten hat die deutsche Wirtschaft durch sich überschneidende Krisen Verluste in Höhe von fast einer Billion Euro erlitten.
  • Die Verluste spiegeln die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, des russischen Krieges in der Ukraine und der härteren US-Politik des Weißen Hauses von Trump wider
  • Zur Münchner Sicherheitskonferenz nächste Woche werden Tausende Demonstranten erwartet
  • Der deutsche Wirtschaftsminister lehnt Vorschläge ab, die öffentliche EU-Finanzierung an strenge „Made in Europe“-Anforderungen zu knüpfen

Hier sind die Top-Schlagzeilen aus Deutschland vom Samstag, 7. Februar:

Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belaufen sich die wirtschaftlichen Verluste Deutschlands durch jahrelange Krisenüberschneidungen auf fast eine Billion Euro.

Das arbeitgebernahe Forschungsinstitut sagte, dass sich der inflationsbereinigte Rückgang des Bruttoinlandsprodukts seit 2020 über einen Zeitraum von sechs Jahren auf rund 940 Milliarden Euro (etwa 1,1 Billionen US-Dollar) belaufen habe, was die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, die Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine und die konfrontative US-Politik widerspiegele.

Das IW hat errechnet, dass dies einem Wertschöpfungsverlust von mehr als 20.000 Euro pro Erwerbstätigem entspricht.

Rund ein Viertel davon entfiel auf das vergangene Jahr, das von Zollkonflikten mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump geprägt war.

Offizielle Daten zeigten, dass Deutschland im Jahr 2025 das dritte Jahr in Folge ohne Wirtschaftswachstum knapp vermeiden konnte, wobei die reale Produktion um 0,2 % stieg.

IW-Forscher Michael Groemling sagte, das laufende Jahrzehnt sei von „außergewöhnlichen Schocks und massiven wirtschaftlichen Anpassungslasten“ geprägt, die mittlerweile die Belastung früherer Krisen übersteigen.

Im Vergleich dazu schätzte das IW die wirtschaftlichen Kosten der Stagnationsperiode 2001–2004 auf rund 360 Milliarden Euro, während die Finanzkrise 2008–2009 Wertschöpfungsverluste von rund 525 Milliarden Euro verursachte.

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Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat die deutsche Wirtschaft seit 2020 einen inflationsbereinigten Einbruch von fast einer Billion Euro erlitten.

Laut IW spiegelt das Defizit sich überschneidende Schocks wider – von COVID über den Krieg in Russland bis hin zu den Spannungen bei den US-Zollzöllen.

Bleiben Sie bei uns und erfahren Sie diese und weitere Neuigkeiten vom Samstag, den 7. Februar.

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