Nachrichten aus Deutschland: Regierung plant Ausbau des Zivilschutzes

von Otto Hofmann
3 Minuten Lesedauer
  • Bundeskanzler Merz wird den neu gewählten bulgarischen Ministerpräsidenten zu Gesprächen empfangen
  • Die Regierung will Milliarden in ein Programm investieren, um die Bevölkerung im Falle von Kriegen oder anderen Katastrophen besser zu schützen
  • Eine Tierrechtsgruppe hat strengere Regeln gefordert, nachdem ein Tiger aus einer Privatanlage in der Nähe von Leipzig entkommen ist und dabei einen Mann schwer verletzt hat

Dies ist eine Zusammenfassung der Top-Storys aus und über Deutschland am Montag, 18. Mai 2026:

Bewaffnete Polizisten gehen vor Käfigen
Eine führende Tierschutzgruppe sagt, das Gehege in der Nähe von Leipzig sei nicht sicher genug gewesen

Die Tierschutzorganisation PETA hat strengere Regeln für die Haltung gefährlicher Wildtiere gefordert, nachdem ein Tiger aus einer Privatanlage in der Nähe der ostdeutschen Stadt Leipzig entkommen ist und dabei einen 73-jährigen Mann schwer verletzt hat.

Er sagte der Agentur, der Vorfall zeige, dass die Haltung gefährlicher Wildtiere in Privatbesitz oder in mobilen Betrieben nicht sicher genug sei.

Höfgen wies darauf hin, dass der Privatbesitz von Tigern und Löwen in mehreren Bundesländern weiterhin legal sei.

Er sagte auch, dass PETA die Behörden wiederholt vor Mängeln in der Einrichtung gewarnt habe, aus der der Tiger geflohen sei.

Das Tier, das einem bekannten Zirkusartisten gehörte, wurde kurz nachdem es aus seinem Gehege ausgebrochen war, von der Polizei erschossen.

Rumen Radev, ein Mann im dunklen Anzug mit blauer Krawatte, der durch einen Flur läuft, im Hintergrund sind andere Personen zu sehen
Radev (Mitte) leitet die Partei Progressives Bulgarien

Bundeskanzler Friedrich Merz wird am Montagnachmittag in Berlin den neuen bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radev empfangen.

Radev wird im Kanzleramt mit militärischen Ehren empfangen, bevor die beiden Staats- und Regierungschefs Gespräche über Themen wie bilaterale Beziehungen sowie europäische und internationale Sicherheitspolitik führen.

Eine gemeinsame Pressekonferenz ist für 18 Uhr Ortszeit (1600 GMT) geplant.

Radew, ein ehemaliger bulgarischer Präsident, gewann bei den Parlamentswahlen in seinem Land im April eine absolute Mehrheit von 44,7 % und wurde letzte Woche als Premierminister vereidigt.

Seinen Sieg verdankte er dem Versprechen, die Korruption zu bekämpfen.

Radev ist jedoch auch für seine euroskeptische und prorussische Haltung bekannt.

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt sagte, die Regierung plane, Milliarden Euro in ein Programm zu investieren, das darauf abzielt, die Fähigkeit Deutschlands zu stärken, seine Bürger im Falle eines Konflikts oder einer Katastrophe zu schützen.

„Wir stärken den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz“, sagte Dobrindt der Massenverteiler Bild Zeitung in am Montag veröffentlichten Kommentaren.

Der bayerische konservative Politiker sagte außerdem, Deutschland stärke seine Reaktionsfähigkeit angesichts hybrider Bedrohungen und erhöhe die Unterstützung für freiwillige Notfallhelfer.

Er sagte, es werde eine engere Integration militärischer und ziviler Verteidigungsstrukturen geben, um die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Die Zeitung berichtete unter Berufung auf einen Kabinettsentwurf, dass das geplante Programm einen Wert von zehn Milliarden Euro haben werde.

Die Mittel würden für zusätzliche Ausrüstung, Gebäude, Personal und Technik verwendet, unter anderem für das Technische Hilfswerk (THW).

Die DW-Nachrichtenredaktion in Bonn sagt ein herzliches Guten Tag an alle Nutzer des deutschen Auslandssenders!

Sie sind dabei, wenn die deutsche Bundeskanzlerin Gespräche mit dem neu gewählten bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew führen wird.

Das Treffen könnte für den deutschen Staatschef durchaus einige diplomatische Herausforderungen mit sich bringen, da Radew für seine euroskeptische, prorussische Haltung bekannt ist, die im völligen Gegensatz zu der von Deutschland vertretenen steht.

Für Aufsehen erregende Schlagzeilen sorgte am Sonntag ein Tiger, der aus einer Privatanlage in der Nähe von Leipzig entkam und dabei einen Hundeführer schwer verletzte.

Doch der Vorfall hat eine prominente Tierrechtsgruppe dazu veranlasst, die Regierung aufzufordern, die Regeln für die Haltung solcher Wildtiere zu verschärfen, die ihrer Meinung nach in Deutschland viel zu lax seien.

Mehr zu diesen und anderen Geschichten erfahren Sie in unserem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

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