Private Versicherer mit gutem Ergebnis

Alte Oldenburger und Provinzial Krankenversicherung legen Jahresbericht vor

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 14.04.2010
Die Direktoren Dr. Knemeyer, Dienst und Hake|Alte Oldenburger

Zwei nieders├Ąchsische private Krankenversicherer k├Ânnen f├╝r 2009 ein erfolgreiches Gesch├Ąftsjahr vorweisen: die Alte Oldenburger Krankenversicherung und die Provinzial Krankenversicherung Hannover. Die Unternehmen geh├Âren zur Gruppe der VGH Versicherungen und bauen in Vechta ein gemeinsames Kompetenzzentrum auf. Gemeinsam konnten die Unternehmen ihre Bruttobeitr├Ąge von 199 Millionen auf ├╝ber 213 Millionen Euro steigern bei 55.000 Kunden in der Vollversicherung sowie ├╝ber 226.000 in einer Zusatzversicherung. Damit liegt die Entwicklung f├╝r 2009 ├╝ber dem Marktdurchschnitt, was aufgrund des eher schwierigen Umfeldes f├╝r private Krankenversicherungen als Erfolg zu werten ist.

Die Alte Oldenburger konnte ihre Marktanteile in der Voll- und Zusatzversicherung weiter ausbauen. ÔÇ×Wir konnten uns mit beiden Krankenversicherern trotz zahlreicher neuer gesundheitspolitischer Belastungen des Gesetzgebers und des hohen Drucks auf die Leistungsausgaben gut im Markt behauptenÔÇť, erkl├Ąrt Dr. Ulrich Knemeyer, Vorsitzender der Beteiligungsgesellschaft der Alten Oldenburger. Dies ist auch ein Ergebnis einer Vertriebskooperation mit der AOK Niedersachsen. Die Krankenkasse bietet Zusatzversicherungen an, die ├╝ber die Alte Oldenburger abgewickelt werden. Besonders positiv wurden dabei Zahnversicherungstarife angenommen. Zus├Ątzlich hat sich die Lage am Kapitalmarkt entspannt, was sich allgemein f├╝r Versicherungen positiv auswirkt. So konnten sowohl die Alte Oldenburger als auch die Provinzial Krankenversicherung Hannover ihre dortigen Werte nach oben korrigieren. Die Nettoverzinsung lag letztes Jahr bei 5,5 Prozent in beiden Unternehmen. ÔÇ×Diese Ergebnisse machen uns vor dem Hintergrund der im abgelaufenen Gesch├Ąftsjahr noch sp├╝rbaren Finanzmarktkrise besonders stolzÔÇť, ├Ąu├čert sich Finanzchef Georg Hake. Er hat f├╝r die alte Oldenburger durch die einmaligen Sondereffekte der Wertaufholung sogar den h├Âchsten Brutto├╝berschuss in der ├╝ber 80-j├Ąhrigen Firmengeschichte vorzuweisen. Die positive Entwicklung erm├Âglicht es beiden Unternehmen, die Beitr├Ąge oder die Beitragsr├╝ckerstattungen stabil zu halten.

Beide Versicherer klagen ├╝ber den allgemeinen Markttrend, der im Vergleich zu gesetzlichen Krankenversicherungen einen ├╝berproportionalen Anstieg der Leistungsausgaben verursacht. Hier gelte es nach Aussagen des Vorstands der Alten Oldenburger, sich gemeinsam mit der ├ärzteschaft und dem Gesundheitsministerium auf eine Neuregelung der Geb├╝hrenordnungen f├╝r ├ärzte und Zahn├Ąrzte zu einigen. Nur so k├Ânne die Spirale immer h├Âherer Leistungsausgaben und zeitversetzter sp├╝rbarer Beitragsanpassungen f├╝r die Kunden unterbrochen werden.

F├╝r dieses Jahr erwarten die beiden Krankenversicherer weiterhin eine positive Entwicklung beim Neukundengesch├Ąft und beim Beitragswachstum. Besonders von der neuen Regierung erhoffen sich beide Unternehmen Impulse und Signale zur Kosteneinschr├Ąnkung. Dr. Knemeyer dazu: ÔÇ×Mit Spannung erwarten wir die gesetzlichen Neuregelungen in der Kooperation zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Das wird die Zusammenarbeit mit der AOK Niedersachsen weiter befl├╝geln.ÔÇť

 

Foto: Die Direktoren Dr. Knemeyer, Dienst und Hake|Alte Oldenburger

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