Anzeichen dafür, dass der anhaltende Regierungsstillstand in den USA zu Schwierigkeiten oder Unsicherheiten für US-Soldaten führte, tauchten diese Woche auf der Website der US Army Garrison Bavaria auf und wurden dann schnell entfernt, nachdem sie Aufmerksamkeit erregt hatten.
Die US-Armeegarnison Bayern ist mit rund 36.000 Soldaten, die in vier Einrichtungen in Deutschland stationiert sind, die größte Gruppe der Armee außerhalb der USA.
„Die Schließung wird sich auf die von der Garnison in den Einrichtungen Rose Barracks, Tower Barracks, Hohenfels und Garmisch bereitgestellten Dienste auswirken“, hieß es auf einer Webseite, die den Mitgliedern Hinweise zum Umgang mit der Regierungsschließung geben soll.
„Während dieser Zeit wird unser Team der US-Armee-Garnison Bayern weiterhin Lebens-, Gesundheits- und Sicherheitsdienste für die Menschen erbringen, die in unserer Gemeinde arbeiten und leben.“
Die Webseite enthielt auch eine „laufende Liste deutscher Hilfsorganisationen für Ihre Ausrüstungstaschen“, darunter Wohltätigkeitsorganisationen wie Foodsharing eV und Essen für Alle sowie die App Too Good To Go.
An der Spitze der Liste stand die Tafel Deutschland: „Der Dachverband verteilt über seine mehr als 970 Tafeln vor Ort Lebensmittel an Menschen in Armut.“
Am Mittwoch entfernte die Garnison Verweise auf diese deutschen Lebensmittelbanken und andere kostenlose oder vergünstigte Lebensmittelversorgungsdienste von der betreffenden Webseite. Einige der Auflistungen blieben jedoch in einem separaten Dokumentunter Nennung verschiedener Dienstleistungen für die vom Shutdown Betroffenen.

Der US-Shutdown ist der längste seit Beginn der Aufzeichnungen
Solche Schließungen sind in den letzten Jahren in den USA sehr häufig geworden, unabhängig davon, wer das Sagen hat, aber in der Regel werden sie auch ziemlich schnell gelöst. Am Dienstag ging der aktuelle Shutdown in den 36. Tag und war der längste seit Beginn der Aufzeichnungen.
Soldaten gehören zu den Bundesangestellten, deren Bezüge deshalb eingefroren werden sollten.
Die Trump-Administration hat Mittel gefunden, um die Gehaltsschecks für Militärangehörige für den 15. Oktober und 1. November zu decken, aber Beamte, darunter Finanzminister Scott Bessent, haben gewarnt, dass die Zahlungen vom 15. November wahrscheinlich nicht zustande kommen werden, solange die Pattsituation nicht gelöst wird.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Soldaten relativ jung sind, ein vergleichsweise niedriges Einkommen haben und von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben. Es gibt auch Hilfspersonal und andere Bundesangestellte in Einrichtungen wie der Garnison der US-Armee in Bayern, die während der Schließung immer noch mit Nichtzahlung oder Urlaubsstatus rechnen müssen.
Die deutsche Regierung erklärte im Oktober, dass sie als Zeichen ihres guten Willens die Bezahlung von rund 11.000 Ortskräften in US-Militäreinrichtungen übernehmen werde und eine Rückzahlung erwarte, sobald die Schließung beschlossen sei.
Herausgegeben von: Zac Crellin
