Der belarussischen Oppositionellen Maria Kolesnikowa wurde am Samstag der Karlspreis persönlich überreicht, nachdem er im Mai 2022 in Abwesenheit verliehen worden war.
Die Zeremonie fand in der westlichen Stadt Aachen in Nordrhein-Westfalen statt.
Der Karlspreis würdigt Menschen, die sich für die europäische Einheit eingesetzt haben.
Kolesnikowa wurde zusammen mit ihren Oppositionskolleginnen Swetlana Zichanowskaja und Veronika Zepkalo mit dem Preis für ihren Kampf für demokratische Rechte, freie Wahlen und die Achtung der Menschenwürde in Weißrussland ausgezeichnet.
Sie konnte der Zeremonie 2022 nicht beiwohnen, da sie zwei Jahre zuvor im Zuge der Niederschlagung einer Welle von Oppositionsprotesten in Minsk verhaftet worden war.
Sie wurde Mitte Dezember 2025 auf internationalen Druck und einen von den USA vermittelten Deal mit dem weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko freigelassen.

Kolesnikova flieht nach ihrer Freilassung nach Deutschland
Die deutschen Behörden haben Kolesnikova politisches Asyl gewährt und sie lebt jetzt in Berlin.
Kolesnikova hatte vor ihrer Festnahme bereits 13 Jahre in Deutschland gelebt.
An der Zeremonie am Samstag nahm auch Kolesnikovas Schwester Tatsiana Khomich teil.
Kolesnikova forderte europäische Politiker auf, einen Dialog mit Lukaschenko aufzunehmen, und sagte, die EU habe einen erheblichen Einfluss auf Minsk.
Herausgegeben von: Roshni Majumdar
