Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt warnte am Sonntag, dass hybride Kriegsführungsangriffe zu einer täglichen Bedrohung für das Land geworden seien.
„Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind das tägliche Ziel hybrider Kriegsführung“, sagte Dobrindt der Zeitung Bild am Sonntag nach der Entdeckung einer Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle.
„Spionage, Sabotage, Cyberangriffe oder verdeckte Operationen ausländischer Mächte mit dem Ziel, Deutschland zu destabilisieren oder direkten Schaden anzurichten, sind eine ständige Realität“, sagte Dobrindt.
Er wies auch darauf hin, dass das Land die Drohnenforschung intensiviert, um neuen Sicherheitsbedrohungen zu begegnen.
Ein neues Forschungszentrum für Drohnensicherheit werde später im August auf einem Testflughafen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im östlichen Bundesland Sachsen-Anhalt eingerichtet, sagte Dobrindt.
Drohnen über Militärstützpunkt in Westdeutschland gesichtet
Am Samstag bestätigten die deutschen Streitkräfte, dass am späten Donnerstagabend zwei Drohnen über einem deutschen Militärstützpunkt in Mechernich im westlichen Bundesland Nordrhein-Westfalen nahe der belgischen Grenze gesichtet worden seien.
Die Drohnen seien gegen 22 Uhr (2000 GMT) über dem Bundeswehrstützpunkt entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Bundeswehr.
Deutsche Medien berichteten, dass der Stützpunkt Personal beherbergt, das für die Wartung der US-Patriot-Luftverteidigungssysteme verantwortlich ist, die eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Ukraine gegen russische Luftangriffe spielen.
Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen
Die Sichtung in Mechernich erfolgt nur zwei Tage nach der Entdeckung einer Drohne mit Sprengstoff an einem ukrainischen Transportflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle, ein Vorfall, den Dobrindt als „hybrides Angriffsszenario“ bezeichnete.
Während deutsche Regierungsbeamte es unterlassen haben, öffentlich irgendein anderes Land für den Zwischenfall in Leipzig verantwortlich zu machen, haben einige Gesetzgeber mit dem Finger auf Russland gezeigt, das sich seit seiner umfassenden Invasion des Landes im Jahr 2022 im Krieg mit der Ukraine befindet.
Am Freitag wies die russische Botschaft in Berlin die Veranstaltung in Leipzig zurück als „erfundene Provokation“ und sagte, Russland würden erneut feindselige Handlungen vorgeworfen, „ohne dass der geringste Beweis vorgelegt wurde“.
Herausgegeben von: Louis Oelofse
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