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Rubrik Familie Shoppen

Anlaufstellen zum Tannenkauf

So wird Weihnachten schön

Der Tannenbaum ist für viele Familien fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Zwischen 23 und 25 Millionen Exemplare werden bundesweit jedes Jahr verkauft. Auch in Niedersachsen gibt es zahlreiche Verkaufsstellen, um den perfekten Weihnachtsbaum zu ergattern. Der Kauf über das Internet mit Lieferung zum Wunschtermin ist ebenso möglich. Ein Überblick über die gängigsten Einkaufsmöglichkeiten sowie Orientierungshilfen für regionale Bäume.

Bau- und Supermärkte

Während die Vorbereitungen für die diesjährigen Weihnachtsmärkte auf Hochtouren laufen, bereiten sich auch die Tannenbaumhändler auf ihr Saisongeschäft vor, das in der Regel Ende November beginnt. Spätestens Anfang Dezember sind die ersten Weihnachtsbäume erhältlich. Typische Verkaufsplätze sind die Parkplätze von Supermärkten und Baumärkten. Verbraucher können so ihren Wocheneinkauf oder den Besuch im Baumarkt mit dem Kauf einer ausgewählten Tanne verbinden – das spart Zeit und zusätzliche Fahrtwege.

Wo die Tannen gewachsen sind und unter welchen Bedingungen, bleibt jedoch oft ein Rätsel. Verbraucher, die nicht kritisch nachfragen, müssen mit der Ungewissheit leben, dass der Weihnachtsbaum womöglich aus umweltschädlichen Monokulturen stammt und lange Transportwege bereits reichlich CO2-Emissionen verursacht haben. Mehr Transparenz versprechen dahingehend Onlineshops für Weihnachtsbäume, die sich aufgrund des Komforts für Käufer zunehmender Nachfrage erfreuen, sowie die Landesforste.

Der Tannenbaum aus dem Internet

Dass sich inzwischen auch Tannenbäume online bestellen lassen, ist angesichts des rasanten Wandels im E-Commerce keine Überraschung mehr. Statt im Freien nach dem optimalen Baum für das Wohnzimmer Ausschau zu halten und den Favoriten umständlich im Auto verstauen zu müssen, lassen sich Nordmanntanne, Blaufichte und Co. innerhalb weniger Minuten und Klicks im digitalen Verkaufsraum auswählen und in den Warenkorb befördern. Bilder der Bäume sollen die Kaufentscheidung erleichtern und die Lieferung erfolgt komfortabel bis zur Haustüre.

Doch auch beim Internetkauf ist ein sorgfältiger Blick auf die Anbieter ein Muss, um möglichst frisch geschlagene Tannen von verantwortungsvoll betriebenen Plantagen oder Baumschulen zu erhalten. Hilfestellungen für die Auswahl seriöser Weihnachtsbaum-Händler finden Interessenten unter walddirekt.de. Das Verbraucherportal empfiehlt unter anderem den sogenannten Tannenversand mit Nachhaltigkeitsplan und den Shop Ostseetanne mit Bäumen aus nachhaltigem Anbau. „Die meisten Bäume kommen aus dem Sauerland, aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Nordrhein-Westfalen“, erklärt der Verbraucherratgeber auf die Frage, woher die Weihnachtsbäume von Onlineshops mit hohem Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanspruch stammen. Neben dem deutschen Anbau fördern Käufer derartiger Bäume zum Teil Insektenschutzprogramme, den CO2-neutralen Versand und den Verzicht auf ökologisch schädliche Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat.

Baumschulen und Gärtnereien

In vielen Regionen Niedersachsens sind Baumschulen und Gärtnereien angesiedelt, die zu Weihnachten Tannen verkaufen. Nicht selten bieten die Betriebe einen Lieferservice, damit Kunden aus der Region die gekauften Bäume nicht mit ihrem Auto transportieren müssen. Als Beispiel dient der Hof Windhorst im Landkreis Nienburg als einer der größten Weihnachtsbaum-Anbieter in der Mittelweserregion.

Weihnachtsbäume selbst schlagen in den Wäldern Niedersachsens

Ein geschmückter WeihnachtsbaumEine weitere Möglichkeit für den verantwortungsvollen Tannenkauf bieten die Niedersächsischen Landesforste. Vor Ort kann die Kundschaft ihren Weihnachtsbaum nach persönlichen Vorlieben auswählen, schlagen und direkt mit nach Hause nehmen. Ein echtes Erlebnis für die ganze Familie. Die Niedersächsische Landesforsten (NLF) bewirtschaften den niedersächsischen Landeswald mit rund 330.000 Hektar – das entspricht etwa einem Drittel der gesamten Waldfläche Niedersachsens. Unter anderem organisiert das öffentliche Unternehmen Weihnachtsbaumverkäufe. Im vergangenen Jahr beispielsweise am 12. und 13. Dezember im Salzgitter Höhenzug zwischen Salzgitter und Goslar inklusive Hygienekonzept.

Markenzeichen für Bäume aus dem Norden Deutschlands

Eine Einkaufshilfe beim Kauf der weihnachtlichen Tanne bietet „Der Norddeutsche“ – eine Marke für Weihnachtsbaumproduzenten aus Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen mit Qualitätsbewusstsein zur Förderung norddeutscher Weihnachtsbäume. Bäume mit diesem Markenzeichen stammen aus der Region und müssen Qualitätskriterien erfüllen. Folgende Sorten sind von den Mitgliedsbetrieben erhältlich:

  • Nordmanntanne
  • Blaufichte
  • Rotfichte
  • Nobilis

Unter dem Markennamen haben sich die beiden Verbände „Verband der Weihnachtsbaumund Schnittgrünerzeuger in Niedersachsen, Hamburg und Bremen e.V.“ und die „Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Weihnachtsbaumproduzenten e.V.“ zusammengeschlossen. Nähere Informationen auf der offiziellen Internetpräsenz der-norddeutsche.de.

Preise stabil, kleine Tannen im Trend

Wie der Norddeutsche Rundfunk im Oktober unter ndr.de berichtete, erwartet die Branche nahezu gleichbleibende Preise für die diesjährigen Weihnachtsbäume gegenüber dem Vorjahr. Zwischen 21 und 27 Euro pro Meter müssten für die populäre Nordmanntanne kalkuliert werden. Ein Trend zeichnet sich hinsichtlich der Tannengröße ab. Demnach greifen viele Menschen zu kleineren Weihnachtsbäumen.

Fotos: Clipdealer