Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat einem Militärausgabenpaket in Höhe von 52 Milliarden Euro (61 Milliarden US-Dollar) zugestimmt, da Deutschland angesichts der Sicherheitsbedrohung durch die russische Aggression eine rasche Aufrüstung anstrebt.
Der Haushaltsausschuss ist für alle groß angelegten Waffenkäufe zuständig, die daher keiner umfassenderen parlamentarischen Zustimmung bedürfen.
Die Militärausgaben sind für die nächsten Jahre von den Regeln zur Begrenzung der Staatsverschuldung ausgenommen, da Deutschland versucht, seine Streitkräfte nach Jahren der Unterfinanzierung wieder vollständig kampfbereit zu machen.
Was kauft die Bundeswehr mit dem Geld?
Zu den angeschafften militärischen Ausrüstungsgegenständen gehören Bekleidung und Schutzausrüstung für Soldaten im Wert von 21 Milliarden Euro sowie 200 Schützenpanzer vom Typ Puma im Wert von 4 Milliarden Euro.
Auch Raketen für das von Israel und den USA entwickelte Raketenabwehrsystem Arrow 3 stehen auf der 29 Punkte umfassenden Wunschliste der Bundeswehr.
Der deutsche Rüstungsriese Rheinmetall erhält außerdem einen 1,76-Milliarden-Euro-Auftrag für ein satellitengestütztes Aufklärungssystem zur Unterstützung der in Litauen an der NATO-Ostflanke stationierten Bundeswehrkräfte.

Was haben deutsche Beamte gesagt?
Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte gegenüber den Medien in Berlin, dass die Entscheidung, die Ausgaben zu genehmigen, Regierung und Parlament auf den richtigen Weg gebracht habe, ehrgeizige Verteidigungsverpflichtungen zu erfüllen.
In einer Erklärung erklärte sein Ministerium: „Wir senden ein Signal an das (NATO-)Bündnis und unsere Partner: Deutschland geht voran.“
„Wir kommen unseren Verpflichtungen gegenüber dem Bündnis nach und nehmen unsere Verantwortung für Sicherheit und Frieden in Europa wahr“, betonte es.
Herausgegeben von: Dmytro Hubenko
