- Deutschland wird Bundeswehrsoldaten entsenden, um Polen an seiner Ostgrenze zu Weißrussland und der russischen Exklave Kaliningrad zu unterstützen
- Berlin sagt, der Einsatz sei rein defensiv
- Unterdessen sind die Touristenzahlen in der deutschen Hauptstadt zurückgegangen, was offenbar auf das schwache Verbrauchervertrauen zurückzuführen ist
Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Schlagzeilen aus Deutschland vom Samstag, 13. Dezember:
In diesem Jahr haben weniger Touristen Berlin besucht, so dass die Stadt im Jahr 2025 voraussichtlich einen wichtigen Meilenstein verpassen wird, sagte der Leiter der Tourismusagentur.
Burkhard Kieker, Geschäftsführer von Visit Berlin, sagte dem Tagesspiegel, dass die Übernachtungszahlen knapp unter 30 Millionen liegen würden.
Im Jahr 2024 verzeichnete Berlin 30,6 Millionen Übernachtungen.
Bis Ende Oktober zählte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 24,8 Millionen Aufenthalte, 4,1 % weniger als im Vorjahreszeitraum.
Kieker sagte, die langsamere Erholung sei vor allem auf die schwache Verbraucherstimmung in Deutschland und Europa sowie auf einen Mangel an allgemeiner Konjunkturdynamik zurückzuführen.
Er fügte hinzu, dass der Verkehr am Flughafen Berlin-Brandenburg etwa 30 % unter dem Vor-Corona-Niveau liege, während der Tourismus insgesamt immer noch etwa 9 % unter dem Niveau von 2019 liege.
Deutschland hat angekündigt, dass seine Streitkräfte, die Bundeswehr, zur Sicherung der Ostgrenze Polens zu Weißrussland und Russland beitragen sollen.
Wie das Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte, sollen ab April 2026 mehrere Dutzend deutsche Soldaten an der polnischen Operation „Ostschild“ teilnehmen, die Mission laufe zunächst bis Ende 2027.
Ein Ministeriumssprecher sagte, die Kernaufgabe der deutschen Truppen in Nord- und Ostpolen werde der Ingenieurseinsatz sein.
Dabei handelte es sich um den Aufbau von Stellungen, das Ausheben von Gräben, das Verlegen von Stacheldraht und den Bau von Panzerhindernissen. Weitere Aufgaben sind nicht geplant.
Die Operation läuft seit Mai 2024 in Grenzgebieten zum mit Moskau verbündeten Weißrussland und der russischen Exklave Kaliningrad.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Abwehrkräfte gegen einen möglichen Angriff auf das NATO-Mitglied Polen zu stärken.
Der Einsatz bedürfe keiner parlamentarischen Zustimmung, da es sich nach deutschem Recht nicht um einen bewaffneten Auslandseinsatz handele und nicht damit gerechnet werde, dass die Truppen einer direkten militärischen Konfrontation ausgesetzt würden, hieß es aus dem Ministerium.
Guten Tag aus der DW-Nachrichtenredaktion in Bonn.
Danke schön für Ihren Beitritt, da Deutschland plant, mehrere Dutzend Bundeswehrsoldaten zu entsenden, um Polens Grenzverteidigung zu Weißrussland und Russland zu unterstützen.
Die Truppen sollen sich ab April 2026 der polnischen Operation Eastern Shield anschließen und technische Aufgaben wie das Ausheben von Gräben, das Verlegen von Stacheldraht und den Bau von Panzerabwehrhindernissen übernehmen.
Der Einsatz ist bis Ende 2027 geplant und bedarf keiner parlamentarischen Zustimmung, da es sich nicht um einen bewaffneten Auslandseinsatz handelt.
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