Wangermeer

Freizeitparadies im Wangerland

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 11.03.2018
Wangermeer

Das Wangermeer bezeichnet einen künstlich angelegten See im Wangerland. Die Gemeinde Wangerland gehört zum Landkreis Friesland im Nordwesten von Niedersachsen. Hier findet er sich am nördlichen Rand des Ortes Hohenkirchen. Anlass für die Gewässeranlage war der so genannte Kleiabbau für Deichmaßnahmen, heute steht die touristische Nutzung und Vermarktung als Freizeitsee im Vordergrund. Verschiedene Projekte sind noch im Aufbau.

Daten und Fakten über das Wangermeer

Im Jahre 2004 wurde der Beschluss gefasst, ein künstliches Gewässer anzulegen, um Klei (entwässerter Schlick) für wichtige Deicherhöhungsmaßnahmen abbauen zu können. Bodenproben hatten das Vorkommen belegt. Im gleichen Jahr wurde mit dem Kleiabbau begonnen. 1,25 Millionen Kubikmeter oder 110.000 LKW-Fuhren Klei konnten gefördert werden. Bis 2015 erfolgten im Zuge des Seeausbaus zahlreiche bauliche und landschaftsgärtnerische Maßnahmen.

Das Wangermeer zeigt eine Gesamtfläche von 100 Hektar, die Wasserfläche beträgt 65 Hektar. Die mittlere Wassertiefe liegt bei 3 Metern. Es handelt sich um ein stehendes Gewässer, das neues Wasser nur durch witterungsbedingten Regen erhält. Die Gesamtlänge des Ufers misst 5,5 Kilometer. Inmitten des Wangermeeres entstand eine 14 Hektar große Rundinsel, die für einen breitgefächerten Nutzungsbereich zur Verfügung steht.

Am Nordwestufer hat die Niedersächsische Landesgesellschaft ein Baugebiet mit ca. 120 Grundstücken ausgewiesen, die von Interessenten erworben oder gepachtet werden können, ganz unter dem Motto: „Wohnen und Urlauben am Wangermeer“.

Um das Baugebiet und die Rundinsel mit dem Ort Hohenkirchen zu verbinden, wurde in den Jahren 2007/2008 die Promenadenbrücke über das Wangermeer gebaut, die von Betonpfählen gestützt wird. Sie ist 250 Meter  lang, 3,50 Meter breit und zeigt in der Mitte eine Spannweite von 60 Metern. Vier Aussichtsplattformen laden zu herrlichen Panoramablicken ein. Ein hochwertiger Gehbelag aus Gebirgslärchenholz, das sichere Stahlgeländer mit Rundhandlauf und elf speziell designte Lampen runden das Erscheinungsbild der Brücke ab.

Das nordöstliche Seeufer steht ganz im Zeichen der Natur. Zahlreiche und seltene Vogelarten haben in der Flachwasserzone einen wertvollen Lebensraum gefunden, darunter Kiebitze, Blässhühner, Möwen, Sandregenpfeifer oder Säbelschnäbler sowie Schwäne, Enten und Gänse. Hinzu kommen etliche Fische und Schnecken. Um das Wangermeer soll in naher Zukunft ein Rad- und Spazierweg angelegt werden, von denen Teile bereits fertiggestellt sind.

Durch den Seeausbau hat sich das auf dem Gebiet befindliche Hofgrundstück mit Namen Hof Heeren zu einer Halbinsel geformt. Das Anwesen mit all seinen darauf befindlichen Bauten wird vom Eigenbetrieb Wangermeer auf verschiedene Art und Weise vermarktet, hat jedoch noch keine abschließende Bestimmung erhalten.

Aktive Freizeitgestaltung am Wangermeer

Am Südwestufer (Helmstedter Straße) steht ein angelegter Strand den Besuchern für das fröhliche Badevergnügen zur Verfügung. In der Sommersaison ist der Strand mit mobilen Sanitäranlagen ausgestattet. Eine Badeaufsicht gibt es allerdings nicht. Ein Beachvolleyballplatz und eine Tischtennisplatte bieten weitere sportlich aktive Möglichkeiten am Strand.  Seit 2014 hat das Wangermeer ein neues Freizeithighlight: Die Fußballgolf- und Stand Up-Paddling Anlage am Ostufer (Buhl Aktivity Park). Auf der fertiggestellten Wegstrecke entlang des Nordufers und am Strandgebiet können Gäste einen erholsamen Spaziergang genießen oder das Seegebiet mit dem Rad erkunden. Ein Parkplatz steht an der Bismarckstraße zur Verfügung. Wer länger am Wangermeer verweilen möchte, hat dazu am Wohnmobilstellplatz bei Jelliestede Gelegenheit. Auch im Winter ist das Wangermeer ein reizvolles Ausflugsziel. Am Brückenkopf Helmstedter Straße wartet eine Eislauffläche. Der Angelverein Jever e.V. hat die Fischereirechte am Wangermeer inne.

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